Fördermittel

Mehr Geld für Weiterbildung: Wer profitiert von neuer waff-Regelung?

Person mit roter WAFF-Weste von hinten, Schriftzug des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds sichtbar.
© Wohnpartner Wien
Der waff hat seine Förderungen deutlich ausgeweitet: Wer beruflich aufsteigen, sich neu orientieren oder bessere Chancen am Arbeitsmarkt schaffen will, bekommt jetzt leichter Unterstützung.
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Viele Wiener kennen das Dilemma: Eine Ausbildung oder Weiterbildung würde die Karriere voranbringen, ist aber oft teuer. Genau hier setzt die Stadt Wien an. Seit Jahresbeginn wurde die Einkommensgrenze für wichtige Weiterbildungsförderungen des waff von 2.500 auf 2.800 Euro netto pro Monat angehoben. Dadurch können nun gut 470.000 Beschäftigte auf das volle Förderangebot zugreifen.

"Mit der waff-Förderung können sich jetzt mehr Menschen ihre Aus- und Weiterbildung leisten und ihre beruflichen Ziele verwirklichen. Das ist ein wichtiger Schritt für jede einzelne Person und jede Weiterentwicklung ist auch ein Gewinn für die Stadt", betont waff-Geschäftsführer Marko Miloradović.

Dass der Bedarf groß ist, zeigen die aktuellen Zahlen: Bereits im ersten Halbjahr 2026 haben 1.112 Wiener von der neuen Regelung profitiert. Für 332 Personen öffnete sich dadurch überhaupt erst die Tür zu einer Förderung. Weitere 780 Menschen erhielten aufgrund der höheren Einkommensgrenze mehr Geld für ihre Aus- und Weiterbildung. Besonders gefragt sind Qualifikationen in Zukunftsbranchen wie Digitalisierung, Klimaschutz sowie Gesundheit und Soziales - und gerade in diesen Bereichen werden Fachkräfte dringend benötigt.

Millionen für bessere Job-Chancen

Auch finanziell legt der waff nach: Im ersten Halbjahr 2026 wurden für Aus- und Weiterbildungen um 1,1 Millionen Euro mehr zugesagt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das entspricht einem Plus von 15,5 Prozent. Allein an jene Wiener, die durch die neue Einkommensgrenze erstmals förderberechtigt wurden, gingen Zusagen in Höhe von insgesamt 390.000 Euro.

Neben kostenloser Beratung unterstützt der waff Aus- und Weiterbildungen mit Förderungen von bis zu 5.000 Euro und macht damit Weiterbildung für deutlich mehr Menschen leistbar.

"Wer sich beruflich weiterentwickeln, einen neuen Abschluss machen oder sich für die Anforderungen des Arbeitsmarktes von morgen qualifizieren möchte, soll dabei Unterstützung bekommen", sagt Vizebürgermeisterin und Arbeitsstadträtin Barbara Novak (SPÖ). Die waff-Offensive sei "eine Investition in die persönlichen Chancen der Menschen und gleichzeitig in die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes."

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