Reisekosten

Neue Gebühren-Welle im Urlaub: Beliebte Reiseziele bitten Touristen zur Kasse

Touristen entspannen unter Sonnenschirmen an einem belebten Sandstrand mit Meer im Hintergrund.
© Getty Images
Urlaub im Ausland wird für Millionen Reisende Schritt für Schritt teurer. Weltweit führen beliebte Reisedestinationen neue Einreiseabgaben ein oder heben bestehende Touristensteuern kräftig an.
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Wer die schönste Zeit des Jahres im Ausland verbringen möchte, muss sich auf spürbare Mehrkosten bei der Urlaubsplanung einstellen. Rund um den Globus führen beliebte Urlaubsdestinationen neue Abgaben ein oder heben bestehende Touristensteuern deutlich an.

Thailand plant neue Einreiseabgabe für Urlauber

Als prominentes Beispiel für den weltweiten Trend zu zusätzlichen Urlauber-Gebühren gilt Thailand. Das südostasiatische Königreich bereitet eine eigene Einreisegebühr in Höhe von 300 Baht vor, was umgerechnet rund acht Euro entspricht. Obwohl das Vorhaben bereits mehrfach verschoben wurde und laut aktuellen Branchenberichten noch kein endgültig bestätigter Starttermin feststeht, zeichnet sich die Richtung klar ab.

Reisende müssen die geplante Pauschale zusätzlich zu den bestehenden Kosten für Flüge und Unterkünfte einberechnen. Zudem zahlen Touristen je nach geplantem Aufenthalt schon heute Visagebühren von bis zu 175 Euro. Die Einnahmen aus der neuen 300-Baht-Abgabe sollen zweckgebunden eingesetzt werden: Sie fließen direkt in den Ausbau der touristischen Infrastruktur sowie in eine grundlegende Basisversicherung für Urlauber im Land.

Europäische Metropolen erhöhen Kurtaxen massiv

Nicht nur auf der Fernstrecke, sondern auch innerhalb Europas drehen immer mehr Städte und Regionen an der Gebührenschraube. Kommunen versuchen auf diesem Weg, die massiven Belastungen durch den Ansturm an Reisenden abzufedern und zusätzliche Einnahmen für den Erhalt ihrer Sehenswürdigkeiten zu lukrieren.

  • Barcelona: Die spanische Metropole hat ihre Touristensteuer kräftig angehoben. Je nach gebuchter Unterkunftskategorie werden mittlerweile zwischen 10 und 15 Euro pro Person und Nacht fällig.
  • Amsterdam: Die niederländische Grachtenstadt verlangt eine der höchsten Tourismusabgaben in ganz Europa. Zusätzlich müssen Übernachtungsgäste mit spürbar gestiegenen Hotelsteuern kalkulieren.
  • Venedig: Die Lagunenstadt setzt weiterhin auf ein Zugangsmodell für Tagesgäste, die an besonders stark frequentierten Besuchstagen Eintritt zahlen müssen. Wer sich kurzfristig für einen Besuch entscheidet, wird dabei deutlich stärker zur Kasse gebeten als vorausschauende Frühbucher.
  • Edinburgh: Die schottische Hauptstadt geht einen historischen Schritt und führt erstmals überhaupt eine eigene Kurtaxe für Gäste ein.

Inselparadiese und Kreuzfahrten im Visier der Abgaben

Auch klassische Sommerdestinationen verschärfen die Regeln für Feriengäste. Auf den spanischen Baleareninseln Mallorca, Ibiza und Menorca wurde die Tourismussteuer angehoben, wobei auch Kreuzfahrtpassagiere mehr bezahlen müssen. In Griechenland richtet sich der finanzielle Fokus ebenfalls auf den Kreuzfahrttourismus: Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen müssen sich auf beliebten griechischen Inseln auf zusätzliche Abgaben einstellen.

Weltweit verlangen bereits fast 200 Länder Visa- oder Einreisegebühren. Für viele Globetrotter gehören kostenpflichtige elektronische Reisegenehmigungen längst zum Standard:

  • USA: Elektronische Einreisegenehmigung ESTA für Reisende.
  • Großbritannien: Elektronisches Reisedokument ETA für die visumfreie Einreise.
  • Kanada: Vorgeschriebene Genehmigung eTA vor Reiseantritt per Flugzeug.

Urlaubsbudget: Versteckte Steuern rechtzeitig prüfen

Der internationale Trend ist unübersehbar: Immer mehr Reiseziele weltweit nutzen Sonderabgaben, um die Folgen des Massentourismus zu bewältigen und ökologische Maßnahmen zu finanzieren. Für Urlauber bedeutet dies, dass ein bloßer Preisvergleich zwischen Flug und Hotelzimmer nicht mehr ausreicht. Vor jeder Buchung sollten auch die lokalen Kurtaxen, City Taxes und Einreisebestimmungen genau geprüft werden, damit die Reisekassa nicht unerwartet schrumpft.

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