Jede Minute zählt

Notarzt-Aufstand in ganz NÖ

Aus ganz Niederösterreich hagelt es Protest gegen die Sparpläne im Gesundheitsplan 2040+. Bürgerinitiativen kämpfen um Spitäler und Notarztstützpunkte, denn im Notfall zählt jede Minute.
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Am Donnerstag versammelten sich alle Initiativen in St. Pölten. Sie formulierten ihren Protest. Sie fordern: Rettet unsere Notärzte!

Gmünd: Bei der Volksbefragung stimmten 92,18 Prozent für den Erhalt des Landesklinikums, jetzt läuft eine Klage samt Antrag auf einstweilige Verfügung.

Mistelbach: HNO, Urologie, Stroke Unit und Herzkatheter sollen nach Stockerau wandern. Rund 8.000 Petitionswerber fordern vom Landtag eine Änderung des Beschlusses.

Wütende Notarzt-Bürger.
Wütende Notarzt-Bürger. © zVg

Notarzt vor dem Aus

Groß-Enzersdorf: Rund 30.000 Menschen in einem Bezirk ohne Spital müssten im Notfall 20 Minuten oder länger warten.

Hainburg: Der Stützpunkt fährt rund 900 Einsätze im Jahr. Künftig könnte der Notarzt aus Schwechat bis zu 45 Minuten brauchen.

Klosterneuburg: Die drittgrößte Stadt des Landes warnt: "Zu lange Anfahrtswege kosten im Ernstfall Menschenleben."

Purkersdorf: Nach 30 Jahren soll Schluss sein, 12.000 Menschen unterschreiben dagegen. Bürgermeisterin Klemmer-Schlögl (SPÖ): "Wir geben unseren Notarzt nicht kampflos auf!"

Weite Wege

Raabs an der Thaya: Das 20 Jahre alte Nachtmodell versorgt von 19 bis 7 Uhr ein Gebiet von 1.300 Quadratkilometern.

Retz: "Ein Herzinfarkt fragt nicht nach Öffnungszeiten", mahnt die Initiative. Im westlichen Weinviertel zählt jede Minute.

Waidhofen/Ybbs: Notarzteinsätze dauern um bis zu eine halbe Stunde länger, auch Teile der Steiermark und Oberösterreichs hängen am Stützpunkt.

Ybbs/Persenbeug und Pöggstall: Maria Taferl wartet statt 8 künftig 35 Minuten auf den Notarzt, in Pöggstall sind es mindestens 45.

Die Initiativen sind erzürnt. Das gemeinsame Credo: Rettet unsere Notärzte! Wie wird das Land reagieren? oe24 bleibt dran.

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