Ein schweres Mittelmeertief hat am Samstag den Süden sowie Teile Mittelitaliens erfasst. Während die Lage im Norden weitgehend stabil bleibt, warnen Behörden und Meteorologen vor extremen Wetterbedingungen. Anhaltende wolkenbruchartige Regenfälle, dichte Blitzentladungen und Hagelschlag prägen das Geschehen. Kräftige Süditalien-Winde peitschen das Meer auf und sorgen laut dem Nachrichtensender Sky TG24 für meterhohe Wellen an den Küstenabschnitten.
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Zweithöchste Warnstufe für vier Regionen
Der italienische Zivilschutz hat laut einer Pressemeldung für weite Landstriche die zweithöchste Warnstufe Orange ausgerufen. Davon betroffen sind Kampanien mit dem Großraum Neapel, den Inseln Ischia und Capri, dem Vesuv-Umland, der Sorrent-Halbinsel sowie der Amalfiküste. Ebenso gilt die Warnstufe in Kalabrien für die Provinzen Reggio Calabria, Vibo Valentia und Catanzaro, in ganz Sizilien samt Inselgruppen sowie im südlichen Apulien rund um die Halbinsel Salento. Für angrenzende Regionen wie Latium, die Abruzzen, Basilikata, Molise und Umbrien gilt laut meteo.it die Warnstufe Gelb.
Schulen geschlossen und Einschränkungen im Fährverkehr
Um Risiken für die Bevölkerung zu minimieren, wurden in zahlreichen Kommunen Kampaniens, Kalabriens und Siziliens alle Schulen, Universitäten, öffentlichen Parks und Friedhöfe geschlossen. Die Stadtverwaltung von Neapel teilte mit, dass dadurch der Verkehr auf den gefährdeten Straßen reduziert werden soll. Zudem führt der hohe Wellengang in den Häfen des Golfs von Neapel zu Ausfällen und Verspätungen im Fährverkehr.
Erhebliche Schäden durch schwere Unwetterfront
Die Unwetter hinterließen in mehreren Gebieten bereits spürbare Schäden, wie Sky TG24 berichtet. An der Westküste Siziliens im Raum Marsala bildeten sich über dem Meer zwei Wasserhosen, die beim Landgang Gebäude abdeckten und Trümmer durch die Straßen schleuderten. In Kalabrien machten Schlamm- und Geröllabgänge wichtige Verbindungsstraßen unpassierbar, woraufhin die Gemeinde Melito di Porto Salvo den Katastrophenzustand ausrief. Auf Ischia und im Umland von Neapel entstanden kleinere Erdrutsche, während in Anzio, Nettuno sowie Bari Sturzfluten und Überschwemmungen den Verkehr behinderten. Die Feuerwehr befindet sich im Dauereinsatz.
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