Sölden-Countdown

Seit fast drei Jahren sieglos! Shiffrin fordert Scheib heraus

Skirennläuferin im Rennanzug steht mit Skistöcken vor verschneiter Bergkulisse.
© GEPA pictures
ÖSV-Riesentorlauf-Königin Julia Scheib bekommt im Kampf um die große Saisonbestätigung eine prominente Herausforderin.
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110 Weltcupsiege, fünf große Kristallkugeln – doch ausgerechnet im Riesentorlauf wartet Mikaela Shiffrin seit fast drei Jahren auf einen Sieg. Beim Weltcup-Auftakt in Sölden will die erfolgreichste Skirennläuferin der Geschichte diese Durststrecke beenden. Dabei trifft die Amerikanerin am Samstag (10 Uhr/13 Uhr, live in ORF 19 auf Österreichs Riesentorlauf-Königin Julia Scheib.

Shiffrins letzter Sieg liegt 34 Monate zurück

Im Slalom ist die 31-Jährige seit Jahren eine Klasse für sich. Im Riesentorlauf sieht die Bilanz inzwischen anders aus. Ihren bislang letzten Weltcupsieg in dieser Disziplin feierte Shiffrin im Dezember 2023 in Lienz.

Seither blieb sie im Riesentorlauf ohne weiteren Erfolg. Dazu kam der schwere Sturz in Killington im November 2024, bei dem sich die Amerikanerin eine Verletzung im Bauchbereich zuzog.

Die Rückkehr zu alter Stärke gestaltete sich schwierig. Shiffrin sprach später offen darüber, wie sehr der Unfall ihr Vertrauen in die schnellen Schwünge beeinträchtigt hatte.

Scheib hat, was Shiffrin fehlt

Während Shiffrin im Riesentorlauf nach einem Erfolgsrezept sucht, hat Julia Scheib die Disziplin zuletzt geprägt. Die Steirerin gewann im vergangenen Winter fünf Weltcuprennen und sicherte sich erstmals die kleine Kristallkugel.

Den Grundstein legte Scheib ausgerechnet in Sölden. Dort feierte sie vor einem Jahr ihren ersten Weltcupsieg.

Nun kehrt die 28-Jährige als Titelverteidigerin auf den Rettenbachferner zurück. Shiffrin dagegen muss ihren letzten Riesentorlauf-Erfolg aus dem Dezember 2023 inzwischen mit der Lupe suchen.

Amerikanerin ändert ihre Prioritäten

An Ehrgeiz mangelt es Shiffrin nicht. Schon Anfang Oktober kündigte sie an, in diesem Winter ihren Schwerpunkt stärker auf Riesentorlauf und Super-G zu legen und dafür bei einzelnen Slaloms zurückzustecken.

Die Entscheidung ist keine kurzfristige Reaktion auf Sölden, sondern Teil ihrer längerfristigen Saisonplanung. Mit 22 Weltcupsiegen im Riesentorlauf hat Shiffrin schließlich längst bewiesen, dass sie auch zwischen den weit gesteckten Toren gewinnen kann.

Der erste direkte Vergleich mit Scheib steht nun unmittelbar bevor. Während die Österreicherin ihre Position an der Spitze verteidigen will, jagt Shiffrin ihren ersten Riesentorlauf-Sieg seit 34 Monaten.

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