Neue Studie

So eigen brüten Schönbrunns Felsenpinguine

© APA/DANIEL ZUPANC
Eine aktuelle Studie aus dem Tiergarten Schönbrunn zeigt die unterschiedliche Aufgabenverteilung bei der Brut der hier ansässigen Felsenpinguine.
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Eine Studie aus dem Tiergarten Schönbrunn in Zusammenarbeit mit der Universität Wien gibt erstmals einen detaillierten Einblick in das Brutverhalten Nördlicher Felsenpinguine in menschlicher Obhut. Demnach verbringen Weibchen mehr Zeit mit dem Bebrüten der Eier, die Männchen kümmern sich verstärkt um den Nestbau - und schrecken dabei auch nicht vor Diebstahl und körperlichen Auseinandersetzungen zurück, wie es am Donnerstag in einer Aussendung des Zoos hieß.

Die männlichen Felsenpinguine zeigten aber auch eine sanftere Seite. Nach dem Schlupf beteiligten sich beide Geschlechter am Wärmen der Küken. Dabei ließ sich kein eindeutiger Unterschied zwischen Weibchen und Männchen feststellen. Außerdem zeigten die Forschungsergebnisse, dass Pinguin-Paare, bei denen mindestens ein Küken schlüpfte, mehr Zeit in der Nähe voneinander verbrachten als Paare ohne Schlupferfolg.

13 Felsenpinguin-Paare beobachtet

Im Rahmen der Studie beobachtete und filmte das Forschungsteam 13 Felsenpinguin-Paare während der Brutsaison 2024 über drei Monate. Anschließend wertete es die Aufnahmen aus und analysierte die Daten statistisch. "Die Ergebnisse zeigen, dass Weibchen und Männchen während der Brut unterschiedliche, sich ergänzende Aufgaben übernehmen. Ob die Paare diese Aufgaben tatsächlich miteinander koordinieren, lässt sich daraus jedoch nicht ableiten", sagte Erstautorin Lisa Macdonald vom Department für Verhaltens- und Kognitionsbiologie.

Nördliche Felsenpinguine gelten laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als stark gefährdet. In ihrer Heimat im südlichen Atlantik machen ihnen Überfischung, Umweltverschmutzung und der Klimawandel stark zu schaffen. "Umso wichtiger sind die Haltung und Erforschung dieser Art in wissenschaftlich geführten zoologischen Gärten", hieß es. (APA)

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