Champions League

Tränen-Drama bei Atlético! Sieg gegen ManUnited wird zur Nebensache

Pablo Barrios jubelt nach seinem Führungstreffer für Atlético Madrid – mit einer Geste für den fehlenden Kapitän Koke.
© Getty Images
Eigentlich hätte das Estadio Metropolitano nach dem 2:0 gegen Manchester United beben sollen. Doch statt ausgelassener Jubelszenen herrschten bei Atlético Madrid Trauer und Betroffenheit. Der Champions-League-Erfolg wurde von einem schweren Schicksalsschlag überschattet: Ana Merodio Borja, die Mutter von Kapitän Koke, ist verstorben.
OE24 auf Google bevorzugen

Wenige Stunden vor dem Anpfiff erfuhr die Mannschaft von Trainer Diego Simeone vom Todesfall. Koke fehlte daraufhin beim Duell am zweiten Spieltag der Königsklasse. Mit einer Schweigeminute gedachte das Stadion der Verstorbenen.

»Schwerer Schlag für die gesamte Mannschaft«

Wie tief die Nachricht das Team erschütterte, machte Mittelfeldspieler Alex Baena nach der Partie gegenüber "Movistar" deutlich: "Das war ein schwerer Schlag für ihn und ein schwerer Schlag für uns, denn Koke ist unser Anführer und unser Vorbild."

Auch Torhüter Jan Oblak fand bewegende Worte für die schwierige Situation: "Es ist etwas so Trauriges, dass man es auf dem Platz nicht vergessen kann." Zuvor hatte er den Tag als einen "schwierigen Tag für die gesamte Mannschaft" bezeichnet.

Tore für den fehlenden Kapitän

Auf dem Platz setzte Atlético emotionale Zeichen für seinen Anführer. Als Pablo Barrios die Madrilenen früh in Führung brachte, streckte er beim Torjubel sechs Finger in die Höhe – eine Hommage an Kokes Rückennummer. Nach dem zweiten Treffer hielt Marcos Llorente das Trikot des Kapitäns in die Höhe.

Auch Diego Simeone konnte seine Emotionen nicht verbergen. Nach dem zweiten Tor waren beim Atlético-Coach Tränen zu sehen. Die Szenen verdeutlichten, wie eng die Verbindung zwischen dem argentinischen Trainer und seinem Kapitän ist.

Trotz des wichtigen Sieges gegen Manchester United rückte das Sportliche an diesem Abend in den Hintergrund. Oblak brachte die Gefühle des Teams auf den Punkt: "Es ist wichtig zu gewinnen, aber heute denke ich nicht an Fußball, sondern an Koke und seine Familie."

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden