Neues Stadtquartier
Westbahnhof-Areal wird großflächig begrünt
Demnach liegt das rund sechs Hektar große Projektgebiet "Mitte 15" nicht in einer relevanten Kaltluftschneise. Gleichzeitig zeigt die Untersuchung, dass sich das Mikroklima durch großflächige Begrünung verbessern lässt. Die ÖBB hatten das Büro Weatherpark mit einer vertiefenden Untersuchung beauftragt. Geprüft wurde unter anderem, welche Rolle das Areal für die Kaltluftversorgung der umliegenden Stadtteile spielt. Laut der Studie erreichen Ausläufer der Kaltluft aus dem Wienerwald das Gebiet nur in sehr geringem Ausmaß.
Hindernisse bremsen Kaltluft
Als Gründe nennt die Untersuchung bereits bestehende bauliche Barrieren. Die Engstelle der Bahntrasse bei der Abzweigung der Vorortelinie sowie das Technische Museum und das angrenzende Hotel unterbrechen die bodennahe Luftströmung schon vor dem Areal. Auch der Höhenunterschied zwischen Wiental und Gleiskörper erschwert den Zustrom von Kaltluft nach Sonnenuntergang.
Für die weitere Planung wird daher empfohlen, verstärkt auf die lokale Kaltluftproduktion durch zusammenhängende Grünflächen zu setzen. Genau das ist auf dem Westbahnhofareal vorgesehen. Rund fünf der insgesamt sechs Hektar sollen als Grün- und Freiflächen gestaltet werden. Simulationen zufolge können die Maßnahmen das Mikroklima und die Aufenthaltsqualität verbessern.
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Wildbienen auf Areal entdeckt
Untersucht wurde auch die Tier- und Pflanzenwelt. In zwei Bereichen wurden Brutstätten mehrerer Wildbienenarten sowie besondere Pflanzenarten festgestellt. Diese Vorkommen sollen bei der weiteren Planung berücksichtigt werden. Vorgesehen sind eine naturschutzfachliche Begleitung sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, um die bestehende Artenvielfalt möglichst zu erhalten.
Auf dem Areal zwischen Felberstraße und den Gleisen des Westbahnhofs sind neben den Grünflächen auch leistbare Wohnungen, Arbeitsplätze sowie Bildungs-, Kultur- und Sozialeinrichtungen geplant. Ein Teil der Nutzungen soll unter den Grün- und Freiräumen Platz finden. Damit soll oberirdisch möglichst viel zusammenhängende Fläche frei bleiben. Neue Fuß- und Radverbindungen sollen zudem die Querungsmöglichkeiten im Grätzl verbessern.
Bevölkerung wird informiert
Als nächster Schritt steht ein Planungswettbewerb an. Noch davor informieren Stadt und ÖBB am 15. September bei einer öffentlichen Veranstaltung über den aktuellen Stand, die Ausschreibung und den weiteren Ablauf. Anregungen aus der Bevölkerung sollen anschließend auch den Planungsteams zur Verfügung gestellt werden.
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