Finale

Wr. Neustadt: Gemeindewohnungen-Verkauf vor dem Abschluss

© Wiener Neustadt
Der Teilverkauf von Gemeindewohnungen in Wiener Neustadt tritt in die entscheidende Phase. Die Gremien der IFP GmbH — einer Tochter der Stadtholding — haben grünes Licht für die Neustrukturierung der betroffenen Liegenschaften in elf Paketen gegeben.
OE24 auf Google bevorzugen

Das ist der Deal

"Die konkreten Verhandlungen können ab sofort zum Abschluss gebracht werden", heißt es in einer Aussendung vom Freitag. Der Abschluss des Verfahrens ist für die Sommermonate geplant.

Das sind die Zahlen

1.646 von 2.256 Einheiten bekommen neue Eigentümer - rund ein Viertel bleibt in Stadthand. Immobiliendienstleister CBRE hatte den Gremien Vergabevorschläge für die Bestbieter unterbreitet. Diese wurden angenommen. Das erzielte Gesamtvolumen wird erst im Herbst bekanntgegeben.

Das ist die Vorgeschichte

Die Stadt hatte im Oktober 2024 angekündigt, den kommunalen Wohnbau neu zu ordnen. Die Wohnungen waren 2006 an die IFP ausgegliedert worden. Eine hohe Leerstandsquote verursachte zuletzt Abgänge in Millionenhöhe. Ab 2027 soll der Verkauf rund 2,5 Millionen Euro im Stadtbudget einsparen.

Und das ändert sich für die Mieter

Für Bewohner ändert sich vertraglich nichts. Alle erhalten aktuell ein Schreiben über den Stand des Verfahrens - bei Vertragsabschluss folgt eine weitere Info-Post.

Erklärung des Bürgermeisters

Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) erklärt: "Wir nehmen soziale Verantwortung wahr und führen unsere Gemeindewohnungen in eine sichere Zukunft!". Stadt behält mindestens 25 Prozent ihrer Mieteinheiten und wird damit auf dem Niveau der Stadt Graz liegen.

Städtische Kernaufgabe: sozialer Wohnbau

Die Statutarstadt Wiener Neustadt stellt somit die Weichen für die Zukunft und ordnet den kommunalen Wohnbau neu. Damit bekenne sie sich klar zur sozialen Verantwortung. Sie ermögliche "dringend notwendige Sanierungen im kommunalen Wohnbau und schafft eine langfristige Perspektive". Mindestens 25 Prozent der Mieteinheiten (das sind 610) bleiben weiterhin im Eigentum der Stadt Wiener Neustadt und werden durch die IFP Immobilien Freizeit Parken-Wiener Neustadt GmbH (IFP) gehalten. Wiener Neustadt bewegt sich beim Anteil von Gemeindewohnungen je 1.000 Einwohner im Österreich-Vergleich hinkünftig auf einem Niveau von etwa St. Pölten, Villach oder Graz. Für den Rest werden in den nächsten 18 Monaten private Interessenten gesucht. Dadurch sei sichergestellt, dass der kommunale Wohnbau eine Kernaufgabe der Stadt bleibe und soziale Verantwortung für Menschen mit Unterstützungsbedarf gelebt werde

Schneeberger: "Wir laden dabei auch ein breites Spektrum an geeigneten Interessenten, unter anderem Wohnbaugenossenschaften und gemeinnützige Wohnbauträger, aktiv ein, an dem Verfahren teilzunehmen. So schaffen wir budgetäre Spielräume für die Stadt, in die im Eigentum der Stadt verbleibenden Objekte zu investieren und schaffen auch die Möglichkeit, dass die neuen Eigentümer in den erworbenen Objekten Investitionen vornehmen."

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden