TV-Sender attackiert

Zehntausende toben auf Frankreichs Straßen

Polizisten in Schutzkleidung halten einen Demonstranten während eines Protests in Paris fest.
© Getty Images
Die Schülerproteste und Krawalle waren offenbar nur der Anfang. Jetzt gehen auch immer mehr Arbeiter auf die Barrikaden.
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Seit Wochen gärt es in Frankreich. Schüler hatten gegen die marode Lage in der Bildung protestiert, fast 7.000 wurden verhaftet. Jetzt geht der Konflikt in eine neue Stufe.

Attacke auf Milliardärs-Sender

Heute Samstag sind landesweit Proteste angesagt, via social Media koordinieren sich Tausende. Nicht mehr nur Schüler, sondern Studenten, Leute aus der Gewerkschaft und der Landwirtschaft sind auf den Barrikaden.

In Paris und Lyon hat die Polizei schon Tränengas eingesetzt. Bisher sind knapp 200 Personen festgenommen worden.

Die Polizei rechnet allein für den Großraum Paris mit 40.000 Protestierenden, landesweit insgesamt mit rund 170.000.

Doch richtig krachen tut es jetzt in Paris! Dort griffen zahlreiche Demonstrierende den Sitz des TV-Senders CNews an. Dieser gehört zum Konzern des Milliardärs Vincent Bollore.

Das Comeback der Gelbwesten

Die legendäre Protestbewegung ist zurück. Gemeinsam mit den Gewerkschaften kämpfen sie gegen die unbezahlbaren Lebenshaltungskosten und hungernden Gehälter. Ihr Motto: Es reicht!

Für Präsident Emmanuel Macron sind die Straßenschlachten ein absoluter Albtraum. Im kommenden Frühjahr wird gewählt, seine Macht steht auf dem Spiel. Während Macron verzweifelt zu "Ruhe und Respekt" aufruft, hat sein Premierminister Sébastien Lecornu bereits den Krisenstab hochgefahren...

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