Allein im Jahr 2025

Zustell-Wahnsinn: Wiens Pakete umrunden aufgereiht eineinhalb Mal die Welt

Eine Mitarbeiterin sortiert Pakete in einem Lagerraum der Post.
© Österreichische Post AG
150 Millionen versendete Packerln in nur einem Jahr zeigen, wie sehr die Bundeshauptstadt im Online-Shopping-Fieber steckt.
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Ob neue Schuhe, Geburtstagsgeschenke oder ein spontaner Shopping-Klick auf der Couch: Die Bestelllust der Wiener kennt kaum Grenzen. Aneinandergereiht würden alle versendeten Pakete aus dem Jahr 2025 unglaubliche 59.600 Kilometer ergeben – und damit eineinhalb Mal rund um die Erde reichen. Pro Werktag landeten rund 596.000 Sendungen bei ihren Empfängern, seit 2014 hat sich das hiesige Paketaufkommen auf das 2,7-Fache erhöht.

Im Schnitt bekam jeder Wiener Haushalt im Vorjahr 130 Pakete geliefert, also fast elf pro Monat. Fun Fact: 85 Prozent der Sendungen gingen inzwischen an Privatpersonen. Bis 2040 könnten jährlich sogar bis zu 300 Millionen Pakete durch Wien wandern! Dafür braucht es aber deutlich mehr Ladezonen, Paketboxen und geeignete Logistikstandorte. Darüber hinaus sollen umweltfreundlichere Zustellfahrzeuge künftig helfen, den Lieferverkehr klimaverträglicher zu machen.

Paketflut kaum zu stoppen

Besonders dicht wird es in den inneren Bezirken: Auf nur elf Prozent der Stadtfläche entfallen 29 Prozent aller Pakete. Dort werden täglich rund 3.770 Sendungen pro Quadratkilometer zugestellt. Neue Abgaben und Zollregeln könnten das Wachstum etwas bremsen, die Paketflut aber kaum stoppen. Wien steht damit vor einer gewaltigen Aufgabe: Die Stadt muss sich auf immer mehr Lieferungen einstellen, ohne im Zustellverkehr zu versinken.

Ein Mann gibt ein Paket bei einer Postmitarbeiterin am Schalter zum Versand ab.
Paketversand der Österreichischen Post. © Österreichische Post AG

"Die Branche investiert bereits intensiv in emissionsarme Fahrzeuge, Digitalisierung und neue Zustellkonzepte. Damit dieses Wachstum wirtschaftlich, effizient und klimaverträglich bewältigt werden kann, brauchen wir ausreichend Lade- und Haltezonen, geeignete Logistikstandorte sowie einen raschen Ausbau der Ladeinfrastruktur für Nutzfahrzeuge", betont Christian Holzhauser, Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Wien.

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