Es ist ein brutaler Knast – die Justizanstalt Innsbruck, im Volksmund „Ziegelstadl“. Dort sind Mörder, Drogendealer, Schwerkriminelle. Auch Wirtschsaftsverbrecher. Und seit 2. Juni ist Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser dort in Haft. Der 56-Jährige arbeitet im Expedit („Wäsche-Ausgabe“). Grasser wurde in der BUWOG-Affäre zu vier Jahren Haft verurteilt.
Fußfessel?
Da ab 1. September allerdings neue Fußfessel-Regelungen in Kraft treten, könnte der frühere Politiker (FPÖ, dann ÖVP) bereits nach kurzer Zeit wieder aus dem Gefängnis kommen und in den „elektronisch überwachten“ Hausarrest entlassen werden.
Meischberger wehrt sich noch gegen Haft
Es hängt also davon ab, wie lange Grassers Antrag bearbeitet wird UND ob René Benko wirklich in den Ziegelstadl verlegt wird – auch das steht noch nicht fest. Er könnte nach einem Prozesstag wieder nach Wien geführt werden...
Grassers Trauzeuge, der ebenfalls im BUWOG-Prozess verurteilte Walter Meischberger, ist noch gar nicht in Haft. Seine Beschwerde gegen den abgelehnten Haftaufschub ist gerade beim Oberlandesgericht Wien. Sein Anwalt spricht dazu nicht.
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