Renzi will während EU-Vorsitz Wachstum betonen
Der Premier forderte erneut eine Lockerung der strengen EU-Sparkriterien, damit mehr Ressourcen für Wachstumsförderung und Beschäftigung freigesetzt würden. "Wer nur von Haushaltsstabilität und nicht von Wachstum spricht, verletzt die Prinzipien der EU-Verträge. Ohne Wachstum gibt es in der EU nur Stillstand", erklärte Renzi. Italien werde jedoch die Defizitschwelle von drei Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) einhalten, versicherte der seit Februar amtierende Regierungschef.
"Die EU kann nicht nur ein Reich der Bürokratie sein, wo lediglich Kriterien und Parameter herrschen", so der italienische Premier. "In diesen Jahren hat man der gemeinsamen Währung den Auftrag gegeben, Europa aufzubauen. Doch der Euro allein genügt nicht", fügte der Premier hinzu.
Seine Regierung wolle strukturelle Reformen auf nationaler Ebene fördern, erklärte der Sozialdemokrat. In den 1.000 Tagen zwischen dem 1. September 2014 und 28. Mai 2017 werde das Parlament ein einheitliches Reformpaket im politischen und wirtschaftlichen Bereich umsetzen, das Italien tief greifend erneuern werden. Ganz oben auf Italiens EU-Agenda will die Regierung Renzi auch die Flüchtlingsfrage stellen.
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