1. Quartal stabil
Telekom Austria verdient wieder etwas mehr
Operativ hat die Telekom Austria im 1. Quartal 2010 um 7,7 % weniger verdient, der Umsatz ging um 5,9 % auf 1,126 Mrd. Euro zurück. Der Kundenschwund im Festnetz scheint endgültig gestoppt - nur noch 0,8 % der Anschlüsse gingen verloren, gleichzeitig wurde der Kundenstock im Handybereich um 6 % auf 19 Mio. Kunden gesteigert. Der Ausblick für 2010 wird bestätigt, die Dividendenuntergrenze von 75 Cent je Aktie bis 2012 bleibt aufrecht.
Das Zahlenwerk fällt damit durchaus positiv aus: Sowohl das EBIT als auch das EBITDA fielen deutlich besser aus als erwartet. Nur das Umsatzminus war etwas größer als von dern Analysten vorausgesagt.
Telkom-General Hannes Ametsreiter kommentiert: "Die Q1-Ergebnisse zeigen, dass die ergriffenen Maßnahmen in den Segmenten Festnetz und Mobilkommunikation bereits zu spürbaren Resultaten geführt haben und sowohl dem Wettbewerbsdruck als auch einem herausfordernden Marktumfeld erfolgreich entgegenwirken konnten. Im Festnetz setzt sich der bisherige Trend fort, die Mobilkommunikation ist durch weiteres Wachstum auf insgesamt 19 Mio. Kunden gekennzeichnet."
Die Zusammenführung der heimischen Geschäftstätigkeiten im Festnetz und Mobilfunk verlaufe nach Plan. Dank "strikter Kostenkontrolle", so Ametsreiter, konnte die EBITDA-Marge stabil gehalten werden. Die Dividendenuntergrenze von 0,75 Euro je Aktie kann er damit weiterhin bestätigen.
Verdient hat die Telekom vor allem am Heimmarkt sowie in Bulgarien weniger. Dass unterm Strich dann doch deutlich mehr als vor einem Jahr - 91,2 statt 85,3 Mio. Euro - übrig blieben, ist vor allem dem anhaltenden Kundenzulauf im Handybereich sowie niedrigerer Abschreibungen und geringeren Zinsaufwendungen zu verdanken.
Investiert hat die Telekom wieder etwas mehr: Die Anlagenzugänge stiegen im 1. Quartal 2010 auf 136,4 Mio. Euro im Vergleich zu einem ungewöhnlich geringen Wert von 116 Mio. Euro im 1. Quartal 2009 vor allem aufgrund von Investitionen in das Kernnetz. Erfreulich: Die Nettoverschuldung sank weiter - um 4,6 % auf 3,45 Mrd. Euro
Die Telekom erwartet einen weiterhin "hart umkämpften Markt" sowie regulatorische Belastungen. Mobiles Breitband und Produktbündel liegen derzeit voll im Trend, Absicherung des Cashflows ist derzeit oberstes Gebot.
Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet die Telekom wie schon bisher einen Umsatz von 4,7 Mrd. Euro und ein EBITDA von 1,6 Mrd. Euro. Abhängig vom Umfang der Investitionen im Festnetz für die Migration zu einem All-IP-Netzwerk geht die Telekom Austria von Anlagezugängen in der Höhe von bis zu 800 Mio. Euro aus. Diese Summe berücksichtigt keine Investitionen für einen umfangreichen Ausbau der Glasfaserinfrastruktur dessen Beginn nicht für 2010 geplant ist.
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