Trotz Streit fließt russisches Öl in die EU
Nach Angaben der Regierung in Minsk war eine hochkarätig besetzte weißrussische Delegation am Samstag ohne einen neuen Vertrag aus Moskau abgereist. Das Land warf Russland vor, die Argumente und Berechnungen der Delegation faktisch ignoriert zu haben.
Russland hatte wegen des Streits die Öllieferungen an weißrussische Raffinerien Anfang der Woche kurzzeitig eingestellt und damit Ängste vor einem Versorgungsengpass bei Kunden in der Europäischen Union ausgelöst. Das russische Öl wird via Weißrussland über die Pipeline "Druschba" an die Kunden in der EU gepumpt. Vor drei Jahren hatte ein ähnlicher Konflikt zu Unterbrechungen der Lieferungen geführt. Die Regierung in Minsk beharrt darauf, dass Russland der ehemaligen Sowjetrepublik mehr zollfreies Öl zur Verfügung stellt und die Zuschläge nicht nur für Bestände erlässt, die in Weißrussland verbraucht werden. Der Großteil des russischen Öls wird in den weißrussischen Raffinerien Naftan und Mozyr für den Weitertransport nach Europa verarbeitet. Lediglich ein kleiner Teil dient dem eigenen Verbrauch.
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