Villacher Kirchtag
Arbeiter vergewaltigte 14-Jährige: 2,5 Jahre Haft
Der Angeklagte war bis zuletzt nicht geständig, der Oralverkehr vor einem Jahr sei nicht erzwungen, sondern einvernehmlich gewesen. Das Urteil ist rechtskräftig.
Der Mann war bei Aufbauarbeiten für den Villacher Kirchtag beschäftigt und wohnte in einem Wohncontainer. In dem Bereich traf eine Gruppe Arbeiter, darunter der Angeklagte, auf eine Gruppe Mädchen. Im Wohncontainer soll es dann zum Übergriff gekommen sein. Der Prozess war im Mai vertagt worden, weil ein Zeuge fehlte. Dieser wurde nun per Videocall zugeschaltet, konnte sich aber trotz intensiver Nachfragen von Richtern und Staatsanwältin an keine besonderen Vorkommnisse erinnern.
Angeklagter "nicht glaubwürdig"
Anklägerin Sandra Agnoli sah die Schuld des 22-Jährigen durch das Beweisverfahren eindeutig bewiesen. Dieser habe von Anfang an widersprüchliche Angaben gemacht, daher sei es sehr unglaubwürdig, dass alles von einer 14-Jährigen ausgegangen wäre. Die Betroffene hingegen habe stimmiges Verhalten gezeigt, habe nichts aufgebauscht und sei bei ihren Aussagen zu den sexuellen Handlungen geblieben. Der Angeklagte beteuerte die Einvernehmlichkeit, er sei niemand, der Probleme verursache, und sagte, er entschuldige sich bei seiner Frau und seinem Kind.
Das Gericht folgte der Einschätzung der Staatsanwältin. Der Angeklagte sei im Gegensatz zur Betroffenen nicht glaubwürdig gewesen. Etwa habe der 22-Jährige zuerst sogar geleugnet, mit dem Mädchen überhaupt im Container gewesen zu sein und dies erst nach entsprechenden Zeugenaussagen zugegeben, erklärte Richter Gernot Kugi. Der Jugendlichen wurde ein Teilschmerzengeld von 2.000 Euro zugesprochen. Sowohl der Angeklagte als auch die Anklägerin erklärten Rechtsmittelverzicht.
(S E R V I C E - In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u.a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at; beim Gewaltschutzzentrum Kärnten: www.gsz-ktn.at und 0463 590 290; beim Frauenreferat Kärnten: frauen.ktn.gv.at/service/gewaltschutz und 050 536 33052 sowie beim 24-Stunden Frauennotruf: 01-71719; Polizei-Notruf: 133)
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