Extrem-Wetter

Rekord-El Niño: Österreich droht Hitzewelle

Thermometer showing tropical heat and sky with hot sun rays in Celsius and Fahrenheit
© Getty Images
ORF-Wetterexperte Manuel Oberhuber warnt vor einem historischen Rekord-El Niño. Das extreme Phänomen im Pazifik könnte weltweite Hitzewellen auslösen und auch Österreich betreffen.
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Mit einer außergewöhnlichen Prognose sorgt der ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber aktuell für viel Aufmerksamkeit.

Auf der Plattform X veröffentlichte der Experte die neuesten Berechnungen für den tropischen Pazifik und verwies dabei auf extreme Temperaturabweichungen. "Neuer Monat, neue El Niño Prognose für den Pazifik", schreibt Oberhuber zu den Daten. Selbst wenn man die Erwärmung durch den weltweiten Klimawandel herausrechne, zeigen die Modelle Werte von bis zu plus drei Grad an. Für Fachleute ist das ein klares Warnsignal. Der Meteorologe hält fest: "Der wohl stärkste El Niño der Messgeschichte steht bevor."

Anomalie im tropischen Pazifik

Bei diesem Klimaphänomen erwärmt sich das Oberflächenwasser im tropischen Pazifik ungewöhnlich stark. Die weitreichenden Folgen sind oft auf dem gesamten Globus spürbar und verändern eingespielte Wetterabläufe massiv. Da sich die Weltmeere ohnehin schon auf einem historisch sehr hohen Temperaturniveau befinden, könnte ein extrem starker El Niño weltweit ganz neue Wärmerekorde lostreten. In solchen Jahren klettert die globale Durchschnittstemperatur meistens noch zusätzlich nach oben.

Mögliche Folgen für Österreich

Wie stark die Auswirkungen hierzulande ausfallen, lässt sich derzeit noch nicht exakt vorhersagen. Es steht jedoch fest, dass solche Ereignisse die Wahrscheinlichkeit für intensive Hitzewellen, lange Trockenperioden und tropische Nächte in Mitteleuropa erhöhen können. Da eine wärmere Atmosphäre gleichzeitig auch mehr Feuchtigkeit speichern kann, steigt das Risiko für heftige Gewitter und extremen Starkregen. Dennoch betonen Klimaforscher, dass das Phänomen unser Wetter nicht eins zu eins steuert.

Signale werden deutlicher

Ob uns tatsächlich ein außergewöhnlich heißer Sommer bevorsteht, hängt von vielen weiteren Faktoren ab. Deswegen mahnen Experten zur Vorsicht bei der Interpretation der Daten. Sicher ist aber, dass die aktuellen Modellrechnungen von Monat zu Monat deutlicher werden. Die Berechnungen zeigen ein potenzielles Wetterereignis, das in den bisherigen Messreihen absolut seinesgleichen sucht. In den kommenden Monaten wird sich final zeigen, ob die Computermodelle recht behalten.

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