Großfahndung

Dänemark: Mordanschlag auf Islamkritiker

Attentat in Kopenhagen
© AP
Unbekannter schoss in Kopenhagen auf Journalist Hedegaard.
OE24 auf Google bevorzugen

Die Serie von Mordanschlägen gegen Islamkritiker in Dänemark reißt nicht ab. In Kopenhagen hat ein Unbekannter am Dienstag bei einem Handgemenge auf den islamkritischen Journalisten Lars Hedegaard geschossen, der aber unverletzt blieb. Der Täter konnte entkommen und wurde bei einer sofort ausgelösten Großfahndung von einem massiven Polizeiaufgebot in der dänischen Hauptstadt verfolgt.

Erst in der Vorwoche hatte das Kopenhagener Oberlandesgericht ein Urteil zu zwölf Jahren Haft aus erster Instanz gegen einen 31-Jährigen wegen Mordplänen gegen die Redaktion der Zeitung "Jyllands-Posten" bestätigt. Der Mann und drei schon zuvor rechtskräftig verurteilte Männer konnten rechtzeitig gestoppt werden, als sie schwer bewaffnet aus Schweden nach Kopenhagen kamen. Sie wollten als "Rache" für die umstrittenen Mohammed-Karikaturen von "Jyllands-Posten" möglichst viele Mitarbeiter töten.

Dänemarks Ministerpräsidentin Helle Thorning Schmidt nannte den Anschlag auf den 70 Jahre alten Hedegaard vor dessen Wohnung "abscheulich". Der ehemalige Linkssozialist ist Vorsitzender der dänischen "Gesellschaft für Pressefreiheit" und hat sich mit betont scharfen Äußerungen etwa über ein nach seiner Meinung im Islam akzeptiertes Recht auf Vergewaltigung profiliert.

Nach dem weltweiten Streit um die Mohammed-Karikaturen von "Jyllands-Posten" 2006 überlebte unter anderem der Zeichner Kurt Westergaard einen Mordanschlag in seinem Haus nur knapp. Der schwedische Künstler Lars Vilks, der eine Zeichnung mit dem Propheten Mohammed als Hund ausgestellt hatte, war zweimal Anschlägen ausgesetzt.

Die stärksten Bilder des Tages


1 / 160

Eine Lego-Giraffe ist das neue Maskottchen eines chinesischen Einkaufszentrums

Eine Lego-Giraffe ist das neue Maskottchen eines chinesischen Einkaufszentrums

© Reuters

So spektakulär wird in China das Laternenfest gefeiert

So spektakulär wird in China das Laternenfest gefeiert

© Reuters

Nackter PETA-Protest in London

Nackter PETA-Protest in London

© Reuters

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden