Design-Streit

Adidas verklagt Modemarke wegen vier Streifen

© Getty Images
Adidas geht gegen ein australisches Modelabel vor: Weil dessen Kleidung mit vier Streifen verziert ist, sieht der Sportartikelriese sein berühmtes Markenzeichen gefährdet.
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Die drei Streifen gehören zu den bekanntesten Markenzeichen von Adidas. Nun geht der Konzern rechtlich gegen die australische Modemarke White Fox Boutique vor. Hosen, Hoodies und andere Kleidungsstücke des Labels sind mit vier seitlichen Streifen versehen. Adidas befürchtet, dass Kunden darin eine Verwechslungsgefahr sehen könnten.

Ende September reichte Adidas deshalb Klage beim Bundesgericht in Australien ein. Laut der Klage soll der Konzern White Fox bereits mehrmals im Jahr 2026 aufgefordert haben, den Verkauf der entsprechenden Kleidung einzustellen. Das Label habe dies jedoch abgelehnt.

White Fox wehrt sich

White Fox wurde 2013 gegründet und verkauft seine Mode vor allem online. Besonders bei jungen Menschen in Australien, den USA und Großbritannien ist die Marke beliebt. Auf Instagram folgen ihr rund 2,8 Millionen Menschen.

Das Unternehmen bestreitet, mit seinen vier Streifen Adidas-Markenrechte zu verletzen. Die Anwälte von White Fox argumentieren zudem, dass auch andere Modeanbieter Kleidung mit vier Streifen verkaufen.

Netz diskutiert über den Streit

Auch online gehen die Meinungen auseinander. Einige Nutzer verstehen Adidas' Vorgehen und sehen in den seitlichen Streifen eine klare Verbindung zur Sportmarke. Andere halten dagegen, dass vier Streifen eben nicht drei seien und Streifen kein exklusives Gestaltungselement sein sollten.

Ein Nutzer kommentierte den Streit mit den Worten: "Früher galt alles mit vier Streifen als Fälschung. Was haben die sich dabei gedacht?"

Wer im Rechtsstreit Recht bekommt, ist noch offen. Die Verhandlung soll Anfang 2027 stattfinden.

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