Cyberkriminalität

Hacker-Angriff auf CDU: Kanzler-Handy betroffen

Ein Mann spricht auf einer Pressekonferenz vor EU- und Deutschlandfahnen in Brüssel.
© EPA
Cyberkriminelle haben ein E-Mail-Konto der CDU Heilbronn geknackt. Über 6500 Kontakte erhielten gefälschte Nachrichten – darunter auch Bundeskanzler Friedrich Merz.
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Nach Angaben der Heilbronner Polizei verschafften sich unbekannte Täter Zugriff auf eine örtliche Adresse der Partei und verschickten von dort massenhaft Mails. "Nach ersten Erkenntnissen ging die Mail an circa 6500 Kontakte", erklärte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Viele der Empfänger arbeiten in sicherheitsrelevanten Bereichen. Sogar an Bundeskanzler Friedrich Merz schickten die Betrüger eine Nachricht, wie die deutsche Bild berichtet. Wie die Kriminellen in das Konto gelangten und welche genauen Daten sie erbeuten wollten, ist derzeit noch unklar.

Einladungslink als gefährliche Falle

In den versendeten Mails befand sich unter anderem ein Einladungslink zu einer angeblichen Veranstaltung mit prominenten Gästen. Solche Links dienen Betrügern häufig dazu, Opfer auf präparierte Webseiten zu locken. Dort versuchen Kriminelle meist, sensible Daten wie Passwörter oder Bankinformationen abzugreifen. Da der Versand über eine echte Adresse der CDU erfolgte, wirkte das Schreiben für viele Empfänger besonders glaubwürdig.

Polizei ermittelt nach Cyberangriff

Bereits im Frühjahr gab es einen großen Phishing-Angriff über den Messenger Signal. Damals gerieten Personen aus Politik, Militär, Diplomatie und Investigativjournalismus ins Visier. Im aktuellen Fall von Heilbronn hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen, um die Hintergründe des Zugriffs und das genaue Ausmaß des Schadens zu klären.

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