Sporrer kündigt an
Justizministerin: 500 Häftlinge sollen vorzeitig freikommen
Die Gefängnisse platzen aus allen Nähten. Mit Stichtag 1. Juni befanden sich laut Justizministerium 9.124 Insassen in den heimischen Justizanstalten. Die Belagsfähigkeit wird vom Ministerium mit 8.422 Plätzen angegeben. Das heißt: Die Gefängnisse sind zu 108,34 Prozent ausgelastet!
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Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) will die Justizanstalten jetzt entlasten. Umgesetzt wurde etwa bereits eine Lockerung bei der Fußfessel, sodass mehr Häftlinge ihre Strafe im elektronischen Hausarrest verbüßen können. Das spart nicht nur Haftplätze, sondern auch einiges an Geld. Mehr dazu hier:
Im Interview mit dem "Kurier" kündigte Sporrer nun weitere Maßnahmen an. So soll das Modell Haft in der Heimat forciert werden, etwa mit Ländern wie Albanien. Und: Aktuell wird auch an einer einmaligen Haftentlassung gearbeitet. 500 Insassen sollen so auf einen Schlag vorzeitig entlassen werden. Betroffen wären Personen, die sich im Strafvollzug bei Freigängen bewährt hätten, erklärte Sporrer.
Schwere Delikte "natürlich ausgeschlossen"
Aber: "Es betrifft nur Strafen von bis zu fünf Jahren und auch nur jene, die sich im Vollzug bewährt haben. Sexual-, Terror- oder schwere Gewaltdelikte sind natürlich ausgeschlossen." Das sei jedenfalls Sporrers Vorschlag. Dieser müsse noch in der Koalition abgestimmt werden.
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