Heuer 24. Coup
Bankomatsprenger auf Motorrollern von Zeugen verfolgt
Wien. Zur Explosion in einer Bank Austria-Filiale am Donaustädter Siegesplatz kam es kurz nach 2.00 Uhr in der Früh. Die "Plofkraker" - holländisch für Automatensprenger bzw. Sprengräuber - knackten einen Bankomaten im Foyer, zu dem man eigentlich nur mit einer gültigen Bankomatkarte (auch anderer Geldinstitute) Zutritt findet, um Bares abzuheben. Dabei wurde auch das Foyer demoliert, die Auslagenscheibe aus Sicherheitsglas ging voll in die Brüche. Anschließend flüchteten die Angreifer mit der Beute auf Motorrollern.
Ein Anrainer und Augenzeuge, der zufällig noch so spät spazieren gegangen war, schwang sich auf sein nahe der Bank geparktes Motorrad und versuchte die Gruppe mit seinem Bike zu verfolgen, wurde aber abgeschüttelt. Die Polizei bestätigte den spektakulären Einsatz in Transdanubien. Eine Fahndung unter Einsatz eines Polizeihubschraubers blieb leider erfolglos.
Seit mehreren Monaten hält eine Welle von Bankomatsprengungen in Wien, aber auch in weiteren Bundesländern (unter andren in Reith in Tirol) die Polizei in Österreich auf Trab. Heuer gab es bereits gezählte 24. Coups. Seit 1. März ist darum auch eine eigene Ermittlungsgruppe im Bundeskriminalamt auf der Spur der ausnahmslos jungen Holländer nordafrikanischer Abstammung, die in mehreren europäischen Ländern umgehen.
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