2 Kollegen getötet
Hotel-Morde in Wien: Totprügler nicht schuldfähig
Wien. Damit ist der 34-jährige Jan K. aus Tschechien nicht schuldfähig - und entgeht einer Anklage wegen Doppelmordes.
Der psychiatrische Sachverständige ist nämlich zu dem Schluss gekommen, dass der Mann die ihm vorgeworfenen Tötungsdelikte im heurigen Sommer in Wien unter dem maßgeblichen Einfluss einer schwerwiegenden und nachhaltigen psychischen Störung begangen hat, erläuterte eine Behördensprecherin. Der 34-Jährige leidet an einer schweren paranoiden Schizophrenie, die bereits in seiner frühen Jugend aufgetreten sein soll und die nie behandelt wurde.
Zugleich sei der 34-Jährige als gefährlich anzusehen. Der Psychiater geht demnach davon aus, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit zu befürchten ist, dass der Mann in absehbarer Zukunft unter dem maßgeblichen Einfluss seiner psychischen Störung wieder eine mit Strafe bedrohte Handlung mit schweren Folgen begehen wird, sprich: erneut töten könnte. Der Sachverständige spricht sich in seinem Gutachten daher für eine - zeitlich unbefristete - Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum im Sinn des § 21 Absatz 1 StGB aus.
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