Rattengift

Polizei jagt feigen Hundemörder

Hundemord
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Hundebaby Bea starb qualvoll, drei weitere Tiere überlebten nur ganz knapp. Die Polizei sucht fieberhaft nach dem feigen Täter.

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Ein Hundehasser treibt in Oberösterreich sein Unwesen: Bereits zwei Rasse- und zwei Mischlingshunde sind in Leonstein bei Grünburg (Bezirk Kirchdorf) vergiftet worden. Die erst zehn Monate alte Bea fraß von dem Köder, der vermutlich mit Rattengift präpariert wurde – und ging elendig zugrunde: Durch Rattengift wird die Blutgerinnung gestört. Das Blut wird extrem dünnflüssig, die Tiere verbluten innerlich.

Die Tierärztin konnte die reinrassige bayrische Gebirgsschweißhündin nicht mehr retten. Ihr Besitzer Wolfgang Überwimmer erzählt: „Ich habe sogar alles eingezäunt, damit sie nicht überfahren wird, und jetzt das.“ Er muss sich jetzt einen neuen Hund anschaffen, weil er ihn für die Jagd braucht. Der Rassehund ist aber teuer: 1.000 Euro kostet ein Welpe.

Lawinensuchhund Ares unter Beobachtung
Der zwei Jahre alte Ares leistet wertvolle Dienste als Lawinensuchhund. Doch das hat den Täter nicht davor abgeschreckt, einen vergifteten Köder auszulegen. Der Hund konnte rechtzeitig gerettet werden, aber er steht unter Beobachtung. „Die Blutwerte sind nicht so gut. Er hat noch eine Vitaminspritze bekommen“, erzählt sein Besitzer, der Bergretter Werner Strittl.

Warnungen vor Täter via Facebook
Nun warnen die Hundefreunde einander über Facebook vor den heimtückischen Anschlägen. Viele Grünburger haben sich bei der Polizei gemeldet, alle Hinweise werden überprüft. „Es ist sehr schwierig. Wir beobachten die Gegend verstärkt. Vier Vergiftungen – das kann kein Zufall sein“, heißt es bei der Polizeiinspektion Molln.

Die Polizei hat bereits sämtliche Nachbarn der Hundebesitzer befragt und suchte nun Geschäfte auf, in denen man Rattengift kaufen kann. Aber: Bisher gibt es noch keine konkrete Spur zum Täter.

Rattengift ist zudem sehr leicht erhältlich, obwohl es auch eine große Gefahr für Kinder darstellt. Derzeit wird eine Probe von dem verendeten Welpen in ­einem Speziallabor in Deutschland untersucht. Ein endgültiges Ergebnis gibt es erst in einer Woche.

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