In Döbling
Nächster Alarm um Axt-Schwinger in Wien
Wien. Zunächst klang alles höchst dramatisch: Ein Anrufer aus dem 19. Bezirk berichtete Dienstagnachmittag davon, dass beobachtet worden sei, wie in Axt schwingender Mann einen zweiten verfolgt habe und danach in einem Mehrfamilienhaus in der Kaasgrabengasse abgetaucht sei.
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Erinnerungen an den dramatischen Vorfall vor einer Woche wurden wach, als ein Rumäne (26) zuerst seine Mitbewohnerin, eine 22-jährige Chilenin (die in einem israelischen Restaurant beim Stephansdom arbeitete) ermordete und hernach halbnackt und die Axt schwingend auf die Besatzung einer Polizeistreife losging - wobei der Angreifer nur durch Schüsse aufzuhalten war. Eduard S., der einen psychotischen Anfall gehabt bzw. es auf einen Suicid-by-Cop-Abgang angelegt hatte, starb noch an Ort und Stelle.
Der Fall in Döbling ging dagegen weitaus glimpflicher aus. Der Zeuge, der davongelaufen war, dürfte sich nur in weiterer Entfernung in Sicherheit gebracht haben. Der Axtschwinger, in dessen Wohnung später mehrere Suchtgiftpflanzen gefunden wurden, dürfte zu viel eingenommen oder grundsätzlich ein psychisches Problem haben. Beim Zugriff durch die Wega (die am Vormittag wegen angeblicher Schüsse in Favoriten bereist einmal spektakulär ausgerückt war) leistete der Verdächtige keinen Widerstand. Auch Rettung und Feuerwehr, die zwei Sprungkissen aufbauten, waren vor Ort.
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