In Italien

Faymann: Ärger wegen Berlusconi-Sager

Faymann Berlsuconi
© APA/ Schlager, Reuters
Kanzler hatte erklärt, dass Ex-Premier kein Garant für Stabilität sei.
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Mit seiner Behauptung, Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi sei kein Garant für Stabilität im Land, hat sich Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) heftige Kritik aus den politischen Reihen rund um den italienischen Medienmogul zugezogen. "Der österreichische Kanzler kennt offenkundig nicht Italiens jüngste Geschichte: Die Regierung Berlusconi war die langlebigste in unserer republikanischen Geschichte. Berlusconi selbst ist seit 20 Jahren der unumstrittene Chef der Mitte-rechts-Allianz. Keiner ist wie er Garant für die politische Stabilität in Italien", erklärte die Europa-Abgeordnete von Berlusconis Mitte-rechts-Partei "Volk der Freiheit" (PdL), Licia Ronzulli.

Im Interesse Italiens habe Berlusconi einer Großen Koalition zugestimmt, die nach über zwei Monaten politischen Vakuums nach den Parlamentswahlen im Februar Italien eine Regierung beschert habe. "Es wäre angemessen, wenn sich ausländische Politiker nicht in die Angelegenheiten anderer Staaten einmischen würden. Ich hätte mir eine Reaktion von Premier Enrico Letta erwartet, die es jedoch nicht gegeben hat", so Ronzulli.

Kritik
"An Lettas Stelle hätte ich Faymann nicht gestattet, Urteile über Berlusconi auszusprechen, das darf keinem ausländischen Premier erlaubt werden", kommentierte der Mitte-rechts-Politiker Guido Crosetto. Kritisch äußerte sich auch der ehemalige PdL-Minister Gianfranco Rotondi. "Ohne Berlusconi wäre Letta heute nicht an Faymanns Seite gestanden", sagte Rotondi, in Anspielung auf die Große Koalition aus PdL und Lettas Demokratischer Partei (PD).

Kritik musste Faymann auch von der Zentrumspartei "Scelta Civica" um Lettas Vorgänger Mario Monti hinnehmen. "Faymanns Worte sind unangebracht", kommentierte der Sprecher der Gruppierung, Benedetto Della Vedova.

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