Auf "Profil"-Posting
Gleichstellungs-Streit: Jetzt kontert der ORF
Wien. Die Auseinandersetzungen nach dem Rücktritt von ORF-Generaldirektor Roland Weißmann wegen Vorwürfen rund um Fehlverhalten gegenüber einer Mitarbeiterin sind um eine Facette reicher. Am Samstag meldeten sich die Gleichstellungsbeauftragten des ORF zu Wort. Anlass war ein Social-Media-Posting von "profil"-Chefredakteurin Anna Thalhammer, in dem diese frühere Beziehungen von Mitgliedern des Gremiums zu Weißmann und dem Stiftungsratsvorsitzenden Heinz Lederer aufs Tapet brachte.
"In der ORF-Gleichbehandlungsstelle sitzt nicht nur die Ex vom GD, sondern auch die Ex des Stiftungsratsvorsitzenden. Hm, warum meldet sich dort nur keiner?", postete Thalhammer u.a. auf der Plattform Bluesky - verbunden mit der Aufforderung, Betroffene mögen sich bei "profil" melden: "Ich war da mit niemandem zam, promise."
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Gleichstellungs-Streit: Jetzt kontert der ORF
Im Namen der Gleichstellungsbeauftragten reagierte der ORF auf die "faktisch falschen und unfairen Behauptungen" mit einer Klarstellung. Die Mitarbeiterinnen seien seit 13 bzw. 15 Jahren Gleichstellungsbeauftragte. "Die privaten Beziehungen, die Sie ansprechen, sind jeweils seit mehr als 20 Jahren beendet", hieß es in einer Aussendung. Der Unterstellung, ORF-Kolleginnen und -Kollegen würden sich deshalb nicht mit ihren Anliegen melden, "müssen wir vehement widersprechen". Die beiden Mitarbeiterinnen würden seit vielen Jahren "ein großes Vertrauen der Belegschaft" genießen. Man habe sich in das laufende Verfahren nicht eingemischt - denn: "Mangels Informationen aus primären Quellen sind wir nicht in der Lage, eine Wertung dazu vorzunehmen."
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