13 Festnahmen
Pegida-Demo von Linken gestoppt
Gespenstische Szenen Montagabend auf der Freyung. 250 Pegida-Anhänger skandieren: „Wir sind das Volk.“ Darunter eine Handvoll rechtsradikaler Hooligans. „Wien, Wien, eisern Wien“, tönt es aus ihren Kehlen.
Auf der Gegenseite versammeln sich Hunderte Gegen-Demonstranten. Die Polizei – wieder sind 1.200 Beamte im Großeinsatz – hat alle Hände voll tun. WEGA-Einheiten errichten eine Sperre. Am Nachthimmel knattern Hubschrauber.
Burschen strecken die Hand zum Hitler-Gruß aus
Der Pegida-Aufmarsch kommt nur ein paar Meter von der Stelle. Beim Kunstforum blockieren linke Gegner die erste Demonstration der Islam-Gegner in Österreich. Gegen 19 Uhr wird es dann hitzig: Pegida-Anhänger werfen Becher, junge Männer strecken die Arme zum Hitler- und Neonazi-Gruß aus.
(c) Twitter
Die linke Blockade hält. Um 20.06 Uhr löst die Polizei die Pegida-Demo mittels mehrerer Durchsagen allmählich auf. Polizei-Sprecher Roman Hahslinger zu ÖSTERREICH: „Alle Filmaufnahmen werden ausgewertet. Wenn jemand gegen das Verbotsgesetz verstoßen hat, wird derjenige ausgeforscht.“ Die Auswertung der bereits vorliegenden Ermittlungsansätze werde auf die Beurteilung der Rechtmäßigkeit nachfolgender Versammlungen erheblichen Einfluss haben, so Hahslinger.
(c) APA; Nicht nur der Hitlergruß, sondern auch der "Kühnen-Gruß" waren zu sehen.
13 Festnahmen
13 Menschen wurden (vorübergehend) festgenommen. Dazu kamen "Hunderte Identitätsfeststellungen" und "einige Hundert Anzeigen auf beiden Seiten", so Hahslinger. Bekannt ist der Polizei auch eine Körperverletzung, wo die näheren Umstände allerdings noch ungeklärt seien. Sachbeschädigungen wurden nicht gemeldet.
Pegida: Demo und Gegendemo in Wien
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Zweiter Großeinsatz in nur vier Tagen ...
Erst die Proteste gegen den Akademikerball, jetzt Pegida: Wien ist im Ausnahmezustand.
Die Wiener City kommt nicht zur Ruhe: Nachdem schon am Freitag die Innenstadt durch Demonstrationen wegen des FPÖ-Akademikerballs lahmgelegt wurde – 2.500 Polizisten waren im Einsatz, Kosten: 1,5 Mio. Euro –, erforderte am Montag der erste Pegida-Marsch in Österreich erneut ein Großaufgebot der Exekutive. Denn es gab wieder eine große Gegendemonstration, und im Vorfeld hatten Linke angekündigt, unangemeldet beim Pegida-„Spaziergang“ auftauchen und stören zu wollen. Was ihnen auf der Freyung dann auch gelang.
1.200 Polizisten. Wieder waren 1.200 Beamte in der City im Einsatz. 500.000 Euro kostete die Deeskalation. Unterdessen ächzen die Geschäftsleute. Und City-Chefin Ursula Stenzel fordert ein Ende der Gewaltdemos.
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+++ LIVE-Ticker +++
Die "Offensive gegen Rechts" (OGR) kritisierte, dass die Polizei nicht gegen Hitlergrüße, rassistische und antisemitische Sprüche aufgetreten sei. Bei der Exekutive wird dies relativiert. Polizeisprecher Roman Hahslinger versicherte, dass entsprechende Vorfälle im Nachhinein geahndet würden. Einschlägiges Bildmaterial werde ausgewertet und die Personen würden ausgeforscht.
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Anzeigen für Gegendemonstranten
Die Polizei führte Identitätsfeststellungen bei Gegendemonstranten durch. "Es wird Anzeigen geben", sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger. Grund für die Anzeigen sei die Störung einer Versammlung (§285 StGB). Laut StGB ist eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten oder eine Geldstrafe von bis zu 360 Tagessätzen möglich.
Pegida-Sprecher: Nächste Demo kommende Woche
Pegida-Sprecher Georg Immanuel Nagel sagte, dass bereits kommende Woche eine neue Kundgebung geplant sei. An welchem Tag ließ er offen. Schon heute sei es gelungen, ein "starkes Zeichen" zu setzen.
OGR: Aktivistin angeblich zusammengeschlagen
"Eine Aktivistin von Offensive gegen Rechts wurde von Rechtsextremen zusammengeschlagen und am Boden liegend getreten. Sie wird im Moment noch im Krankenhaus behandelt", heißt es in einer Aussendung von Käthe Lichtner, Sprecherin der OGR.
Pegida: "Wir werden wiederkommen"
Die Organisatoren der "Pegida"-Kundgebung wollen im Scheitern des "Spaziergangs" durch die Innenstadt keine Niederlage erkennen. Das zumindest wurde den Teilnehmern via Megafon kundgetan. Gleichzeitig versicherte ein "Pegida-"Sprecher: "Wir werden wiederkommen."
Mittels Lautsprecher fordert die Polizei die "Pegida"-Aktivisten und Gegner aufgefordert auseinanderzugehen. Ansonsten würden Identitätsfeststellungen und Anzeigen vorgenommen.
Polizei beendet Pegida-Demo
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Martin Graf auf Pegida-Seite
Der frühere Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) ist Teilnehmer der Pegida-Versammlung.
Nicht nur der Hitlergruß, auch der "Kühnen-Gruß" ist immer wieder aus Pegida-Reigen auf der Freyung zu sehen. Beim "Kühnen-Gruß" wird der rechte Arm gestreckt und der Daumen, der Zeigefinger und der Mittelfinger werden abgespreizt. Die anderen Finger bleiben abgewinkelt. Mit dem damit symbolisierten "W" drückten deutsche Neonazi-Gruppen in den siebziger Jahren ihren Widerstand gegen die Ostpolitik von Willi Brandt aus. Diese Geste wurde sehr wohl als bewusste Abwandlung des Hitlergrußes verwendet. In Deutschland wurde der Gruß aus diesem Grund verboten. In Österreich ist er hingegen laut Innenministerium nach der derzeitigen Rechtsprechung nicht strafbar, da er nicht als Symbol für den Nationalsozialismus angesehen wird.
Freyung: Situation unübersichtlich
Die Situation auf der Freyung wird unübersichtlich. Einige aus der Pegida-Demo setzten sich nun doch in Bewegung - allerdings in die entgegengesetzte Richtung. Nachdem der Weg in Richtung am Hof von Gegendemonstranten blockiert wurde, machten sich Pegida-Sympathisanten auf den Weg in Richtung Schottengasse/Herrengasse. Ein Teil kehrte jedoch gleich wieder zurück. Mittlerweile ist auch die WEGA im Einsatz.
Polizei twittert Anweisungen an Beamte
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Neonazis unter Pegida-Anhängern
Unter die Pegida-Anhänger haben sich auch Neonazis gemischt. Immer wieder sind auch Hitlergrüße zu sehen.
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Freyung: Situation angespannt
Die Situation auf der Freyung wird zusehends angespannter. Zwischen Pegida-Anhängern und Gegendemonstranten kam es zu einer ersten Rangelei.
Unverändertes Bild auf der Freyung. Gegendemonstranten blockieren die Pegida-Demo-Route, dazwischen steht die Polizei.
Freyung: Nichts geht mehr
Wiens erste "Pegida"-Demonstration kann nicht loslegen. Der Grund: Gegen-Demonstranten versperren der Islam-feindlichen Gruppe den Weg. Die Polizei ist vorerst einmal bemüht, die beiden etwa gleich starken Gruppen zu trennen. Hotspot ist derzeit die Freyung, von der aus der Demo-Zug loslegen sollte. Dort stehen sich nach Polizeiangaben jeweils 250 "Pegida"-Anhänger und Gegner gegenüber. Zwischen den Gruppen sind etwa 200 Polizisten, die eine direkte Konfrontation vermeiden. Festnahmen gab es bisher nicht, bloß Identitätsfeststellungen.
Auf der Freyung geht derzeit nichts mehr
Gegendemonstranten blockieren den Pegida-Zug auf der Freyung, Polizei dazwischen.
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Während die Gegendemo am Stephansplatz angekommen ist, wird es auf der Freyung eng. Polizisten trennen die Pegida-Demonstranten von Gegendemonstranten, der Pegida-Zug gerät ins Stocken.
Pegida-Zug geht los
Nun setzt sich der Pegida-Zug von der Freyung aus in Bewegung.
U-Bahn-Station Stephansplatz gesperrt
Die U-Bahn-Station Stephansplatz wurde gesperrt. U1 und U3 halten hier nicht, sondern fahren durch.
Freyung: Stimmung aufgeheizt
Etwa 150 "Pegida"-Fans wurden gezählt, aber auch rund 100 Gegner. Während erstere mit "Wir sind das Volk"-Rufen auf sich aufmerksam machen, erschallt von der Gegenseite: "Flüchtlinge bleiben, Pegida vertreiben".
Freyung: Polizei geht zwischen Pegida-Anhänger und -Gegner
Auf der Freyung haben sich neben Pegida-Anhängern auch Gegner versammelt. Die Polizei stellt sich mit Helmen zwischen die beiden Demo-Lager und versucht die Gruppen auseinander zu halten.
Freyung: Pegida-Kundgebung gestartet
Freyung: Pegida-Wien-Chef Georg Nagel ergreift nach "Wir sind das Volk"-Rufen aus der Menge das Megaphon. Zwischendurch sind vereinzelt Buh-Rufe zu hören. "Die Demo soll friedlich verlaufen", fordert Nagel.
Polizei: Etwa 100 Demonstranten auf der Freyung
Auf der Freyung schätzt die Polizei die Anzahl der Pegida-Demonstranten auf etwa 100. Die Exekutive, die im Großaufgebot erschienen war, führte bei einigen jungen vermummten Männern, die angesichts der umgebundenen Österreich-Fahne wohl zur Pegida-Anhängerschaft zu zählen waren, Identitätsfeststellungen durch.
Polizei-Schätzung: 5.000 Gegendemonstranten
Eine neue Schätzung der Polizei geht nun von 5.000 Gegendemonstranten aus.
Gegen-Demo erreicht Kärntner Straße
Gegendemonstranten ziehen an der Oper vorbei und biegen in die Kärntner Straße ein.
Auf der Freyung haben sich bisher etwa 100-200 Pegida-Demonstranten versammelt, unter anderem mit Österreich-Fahnen ausgestattet - wie in den Demo-Regeln der Organisation erwünscht.
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Gegen-Demo am Ring unterwegs
Die Gegendemonstranten haben mittlerweile die Ringstraße erreicht. Weiter geht es anschließend über die Kärntner Straße bis zum Stephansplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird.
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Erste Demonstranten auf der Freyung
Auf der Freyung - wo in einer Stunde die Pegida-Demo starten soll, waren bisher nur Polizisten und Passanten zu sehen. Nun treffen die ersten Demonstranten ein.
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Ring gesperrt
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Demo-Zug geht los
Der Demo-Zug vor dem Museumsquartier setzt sich in Bewegung. Die Route verläuft über Ring und Kärntner Straße auf den Stephansplatz.
Schätzungen: 1.000 bis 4.500 Gegendemonstranten
Die Polizei schätzt die Anzahl der vor dem MQ versammelten Gegendemonstranten auf etwa 1.000. 4.500 sollen es laut der "Offensive gegen Rechts" sein.
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Polizei-Hubschrauber im Einsatz
Über der Wiener Innenstadt kreist - wie schon beim Akademikerball am Freitag - ein Polizei-Helikopter.
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Gegendemonstranten bringen sich in Stimmung
Die Gegen-Demonstranten beim MQ bringen sich in Stimmung: "Nieder, nieder mit Pegida" und "Pegida läuft nicht" wird gerufen.
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Regeln für Pegida-Demontranten
Für den Pedida-"Spaziergang" sehen die Veranstalter zahlreiche Regeln vor. Pyrotechnik und Böller sind ebenso verboten wie Alkohol, das Tragen von Uniformen und das Mitführen von Hunden. Ebenso sind fremdenfeindliche Parolen oder Plakate verboten. Eigene Ordner sollen die Verbote überwachen. Ausdrücklich erwünscht seien dagegen Österreich-Fahnen.
Etwa 400-500 Personen haben sich bisher am Treffpunkt der Gegendemo vor dem Museumsquartier eingefunden.
Bei der Gegendemo vor dem Museumsquartier haben sich - nach Aufrufen diverser muslimischer Dachverbände - auch viele Muslime eingefunden. Eleanna - sie kommt ursprünglich aus Ägypten und lebt seit 25 Jahren in Österreich - meint: "Pegida ist gegen uns alle, wir sind ja auch Österreicher. Dagegen müssen wir etwas tun." Sie glaubt, dass die Pegida-Bewegung in Österreich klein bleiben wird.
Stimmungsbild von der Gegendemo
"Wien ist keine deutsche Stadt, sie muss bunt bleiben", sagt Gegendemonstrantin Julia im Gespräch mit ÖSTERREICH-Reporterin Dana Müllejans. "Die Menschen haben Angst und das muss man ernst nehmen. Aber Hass ist keine Antwort", so Julia.
Gegendemo sammelt sich vor dem Museumsquartier
In einer Stunde soll der Start der Demo erfolgen, sagen die Ordner. Um 18 Uhr soll der Demo-Zug dann am Stephansplatz ankommen.
Polizei-Präsenz auf der Freyung
Auf der Freyung sammeln sich bereits zahlreiche Polizisten.
Start für Gegendemo
Seit 16 Uhr läuft die Gegendemonstration vor dem Wiener Museumsquartier. Noch tut sich nicht viel. Vor 17 Uhr wird sich der Demo-Zug nicht in Bewegung setzen.
Für die Pegida-Demo gibt es auf Facebook 700 Zusagen.
City-Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel äußerte ihre Hoffnung, dass die Polizei auch heute Abend Ausschreitungen verhindern kann. Dass die Innere Stadt wiederum zum Schauplatz von Demonstrationen wird, und die Vereinsbehörde dies auch zulässt, ist für Stenzel "im Prinzip zu hinterfragen, denn die Örtlichkeiten, aber auch der Zeitpunkt von Demonstrationen sind eine Frage des Ermessens".
Verkehrsbehinderungen
Aufgrund der Demonstrationen wird es auch wieder zu Verkehrsbehinderungen in der Wiener Innenstadt kommen. Die City-Buslinien 1A, 2A und 3A werden ab circa 17.00 Uhr eingestellt, bei den Ringlinien könne es - je nach Entwicklung - zu Kurzführungen oder Umleitungen kommen, teilte ein Sprecher der Wiener Linien mit.
Man habe gute Verbindungen zu den Organisatoren der beiden Demonstrationen und werde wieder über soziale Medien wie Facebook und Twitter kommunizieren, kündigte ein Polizeisprecher an.
"Dialog und Deeskalation"
Die Polizei will bei ihrer Taktik vom vergangenen Freitag bei den Kundgebungen gegen den FPÖ-Akademikerball mit "Dialog und Deeskalation" bleiben.
1.200 Polizisten im Einsatz
Die Polizei wird heute Abend mit 1.200 Beamten die erste Pegida-Kundgebung und die Gegendemonstration in der Wiener Innenstadt begleiten.
Route der heutigen Gegen-Demo
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache lobte im ÖSTERREICH-Interview am Wochenende die „berechtigten Anliegen“ von Pegida.
Bereits am Freitag hatte der Österreich-Ableger der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) ein Positionspapier mit Forderungen veröffentlicht. Darunter: „Massenmigration nach Europa stoppen“, „Asyl auf Zeit“ und „keine Islamisierung in Europa“.
Video: Wiener Pegida-Chef war rosa Techno-Tänzer:
Gefährlich
Sowohl die Rechten marschieren ab 18 Uhr durch die Wiener Innenstadt, als auch die No-Pegida-Demonstranten. Und die Gegner dürften Tausende auf die Straße bringen. „Wir haben bereits gleich viele Zusagen wie am Freitag“, heißt es vom Organisationsteam.
„Pegida soll in Wien keinen Meter machen“, sagt Käthe Lichtner vom Bündnis „Offensive gegen Rechts“ zu ÖSTERREICH.
Nur zwei Tage lang blieb es ruhig in Wien. Bis heute. Denn am Abend könnte es in der Hauptstadt wieder brenzlig werden. Der Grund: Erstmals marschieren heute rechte Pegida-Anhänger in Österreich auf. Die Gegenseite hat dagegen bereits massiven Protest angekündigt.
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