Reform

Reha statt Pension

von
Hundstorfer
© TZ ÖSTERREICH/Singer
Hundstorfer: Reform der Invaliditäts-Pension.
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24.000 Menschen mussten im Vorjahr in Invaliditätspension (I-Pension) gehen, weil sie zu krank zum Arbeiten waren. Davon bekamen 11.900 Menschen eine befristete I-Pension. Diese Form wird ab 2014 abgeschafft. Die Regierung beschloss gestern die von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) vorgelegte Reform.

Statt der I-Pension gibt es künftig Rehabilitations- und Umschulungsgeld in derselben Höhe. Derzeit bekommt jemand, der über ein halbes Jahr lang im Krankenstand war, ­danach I-Pension.

Kein Geld bei Verweigerung von Umschulung & Rehab
Künftig gibt es einen Rechtsanspruch auf Rehabilitation. Zudem wird der Berufsschutz durch einen Qualifikationsschutz ersetzt. Ein Beispiel: Eine Friseurin (47) mit Neurodermitis und Burnout bekommt ab 2014 nach erfolgreicher Rehabilitation eine Ausbildung zur EDV-Technikerin. Wer Rehab oder Umschulung verweigert, dem wird das Geld gestrichen. Hundstorfer rechnet mit Einsparungen von insgesamt 713 Millionen Euro bei der Pensionsversicherung bis 2018 (siehe Grafik). Abzüglich der Kosten für Rehabilitation und Umschulungen beim AMS bleiben 400 Millionen Euro Einsparung, so Hundstorfer.

Betroffen sind ab 2014 zuerst all jene, die 50 Jahre oder jünger sind. 2011 waren das 7.200 Menschen. Das gilt auch für Menschen, die jetzt bereits eine befristete I-Pension beziehen. Bis 2026 steigt die ­Altersgrenze auf das gesetzliche Pensionsalter.

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