Tägliche Mahlzeit

DIESES Thai-Gericht kann lebensgefährlich sein

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Thailand ist ein Paradies für Feinschmecker. Doch hinter einer traditionellen Spezialität aus dem Nordosten des Landes steckt eine Gefahr, vor der Mediziner seit Jahren warnen.
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Koi Pla gehört in der Region Isan im Nordosten Thailands für viele Menschen zum kulinarischen Alltag. Für das Gericht werden kleine Süßwasserfische fein gehackt und mit Kräutern, Gewürzen und Limettensaft vermischt.

Das Problem: Der Fisch wird dabei roh verarbeitet. Und genau darin kann eine unsichtbare Gefahr stecken.

Bestimmte Süßwasserfische können von Parasiten befallen sein, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind.

Der Parasit sitzt in den Gallengängen

Besonders gefürchtet ist der Leberegel, ein parasitischer Saugwurm, der unter anderem in der Mekong-Region vorkommt. Wird infizierter Fisch roh gegessen, können die Parasiten in den menschlichen Körper gelangen und sich in den Gallengängen festsetzen.

Eine Infektion kann lange unbemerkt bleiben. Über viele Jahre können wiederholte Infektionen jedoch schwere Schäden verursachen und das Risiko für Cholangiokarzinom, also Gallengangkrebs, erhöhen.

In manchen Regionen sind Infektionen weit verbreitet

Besonders groß ist das Problem im Nordosten Thailands. Untersuchungen haben dort in einigen Gemeinden sehr hohe Infektionsraten festgestellt.

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Forscher und Gesundheitsorganisationen versuchen deshalb seit Jahren, die Bevölkerung über die Risiken aufzuklären. Auch kostenlose Untersuchungen und Screening-Programme sollen helfen, Infektionen möglichst früh zu erkennen.

Die Empfehlung der Experten ist simpel: Süßwasserfisch sollte vor dem Essen ausreichend erhitzt werden. Durch das Erhitzen werden die Parasiten abgetötet.

Tradition gegen Gesundheitsrisiko

Genau hier liegt allerdings die Herausforderung. Koi Pla ist für viele Menschen mehr als nur irgendein Gericht. Die Spezialität gehört zur traditionellen Küche der Region und wird seit Generationen zubereitet.

Ärzte versuchen deshalb, nicht die gesamte Tradition zu verteufeln, sondern vor allem über die Gefahr von rohem Süßwasserfisch aufzuklären.

Für Reisende gilt ohnehin: Wer solche Spezialitäten probieren möchte, sollte darauf achten, dass der Fisch gut durchgegart ist. Denn was auf dem Teller harmlos aussieht, kann im schlimmsten Fall einen Parasiten enthalten, der jahrelang unbemerkt im Körper bleibt.

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