Drohgebärden
Drohnen-Alarm: Das sagt Ministerin Tanner
oe24.TV: Es gibt in Europa in den letzten Wochen eine Häufung von Drohnen-Sichtungen, vermuten Sie, dass es sich dabei um russische Drohnen handelt?
Klaudia Tanner: Nun, wir können nicht mit Sicherheit sagen, wo es jetzt herkommt, aber was wir schon bemerkt haben, ist ja, dass diese Desinformationskampagnen seitens Russlands und auch die Drohgebärden zugenommen haben, auch wenn es nicht eindeutig zurechenbar ist.
Tanner: "Wir müssen verteidigungsfähig gegen Drohnen werden"
Tanner: Wir müssen uns vorbereiten darauf, das müssen wir in Österreich tun und das müssen wir auch in Europa tun, um auch hier verteidigungsfähig zu werden und sich diese neuen Fähigkeiten auch anzueignen.
oe24.TV: Wie muss man sich vorbereiten?
Tanner: Stichwort Sky Shield für eine umfassende Verteidiung des europäischen Luftraums. Und dann für kurze mittlere Reichweiten Sky Ranger, den wir schon beschafft haben. Wir haben ein elektronisches Drohnenabwehrsystem auch in Österreich, aber wie gesagt, da muss man schauen, dass man immer auch auf dem modernsten Stand ist und die Möglichkeiten hat, diese Drohnen zu detektieren und dann allenfalls auch Maßnahmen setzen zu können.
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oe24.TV: Welchen Schutz gibt es?
Tanner: Wir haben die passiven Möglichkeiten mit unserer Goldhaube, mit dem elektronischen Drohnenabwehrsystem, wo wir detektieren können, auch ganz kleine Drohnen. Wenn man dann an die Abwehr oder Verteidigung denkt, dann ist es ein in Schichten aufgebautes System, wo man ja zum Beispiel zum jetzigen Zeitpunkt auch unsere verschiedenen Luftfahrgeräte einsetzen könnte, die Hubschrauber, die Flächenflieger, dann natürlich unsere Eurofighter.
oe24.TV: Können wir selber Drohnen zur Verteidigung einsetzen?
Tanner: Wir haben ja schon in Beschaffung, die sind jetzt im Zulauf, diese kleineren Drohnen, die wir dann einsetzen, aber eher um ein entsprechendes Lagebild auch zu erhalten.
oe24.TV: Wenn solche, möglicherweise russischen, Drohnen über Österreich auftauchen würden, wie würde Österreich dann eigentlich reagieren? Würden wir die abschießen?
Tanner: Das ist dann je nach der Lage eben zu entscheiden. Unser elektronisches Drohnenabwehrsystem bietet ja nicht nur die Möglichkeit, das zu detektieren, sondern diese Drohnen zum Beispiel, wenn es eine kleine ist, auch elektronisch auszuschalten, aber da sind wir ja sehr viele Schritte dann schon weiter. So wie es bei jeder Luftraumverletzung notwendig ist, ist es zunächst einmal notwendig, zu detektieren und dann zu entscheiden, wie man vorgeht. Wir haben jetzt schon 60 Luftraumverletzungen pro Jahr, oft auch durch zivile Fluggeräte. Kann man keinen Kontakt herstellen, kommt es auch dazu, dass dann die Eurofighter aufsteigen und das Fluggerät aus dem österreichischen Luftraum befördern.
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