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Endergebnis ist da: SPÖ trotz großer Verluste auf Platz 1
Wien/Klagenfurt (APA) - Die Kärntner Landtagswahl hat am Sonntag ein überraschendes Ergebnis gebracht. Die SPÖ verlor fast zehn Prozentpunkte, konnte aber klar ihre Position als Nummer eins behalten. Alle anderen Parteien legten zu, was vor allem bei der ÖVP unerwartet war. Sie konnte das Team Kärnten klar hinter sich lassen, obwohl dieses sich annähernd verdoppelte. Grüne und NEOS scheiterten deutlich.
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Was die künftige Landesregierung angeht, könnte diese die SPÖ in einer Zweier-Variante mit allen anderen Landtagsparteien bilden. Allerdings könnten sich auch diese zusammentun und ein Dreier-Bündnis gegen die aktuelle Landeshauptmann-Partei bilden. Die drei Mandate, die die SPÖ verlor, teilten sich Team Kärnten (plus 2) und ÖVP (plus 1).
Vorläufiges Endergebnis
Gemäß vorläufigem Endergebnis von Sonntagabend, in das schon die Briefwahlstimmen inkludiert sind, liegt die SPÖ bei knapp 39 Prozent (38,9)- nach 48 Prozent vor fünf Jahren. Die FPÖ folgt mit 24,6 Prozent. Platz drei geht an die Volkspartei, die 17 Prozent auf sich vereinen kann und so wie die Freiheitlichen 1,5 Punkte zulegt. Das Team Kärnten steigert sich von 5,6 auf gut zehn Prozent (10,1). Grüne und NEOS schaffen gerade einmal knapp vier (3,9) bzw. gut 2,5 Prozent (2,6), jeweils mit schmalen Zugewinnen. Besonders bitter für die NEOS: Sie landeten nur 0,2 Punkte vor dem debütierenden MFG-Ableger VÖ.
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Für die SPÖ setzt sich mit der in diesem Ausmaß unerwarteten Niederlage ihr Negativ-Lauf fort. Landeshauptmann Peter Kaiser übernahm persönlich die Verantwortung und wollte sich nicht an der Performance der Bundespartei abputzen. Auf diese Aussage wies auch die extra nach Klagenfurt gereiste Bundesparteichefin Pamela Rendi-Wagner explizit hin. Sie betonte freilich, dass die internen Diskussionen nicht der SPÖ, sondern den politischen Gegnern genützt hätten.
Zumindest heute ging der Vorwurf Richtung Burgenland ins Leere. In der Rendi-Wagner-kritischen burgenländischen Landespartei hielt man sich am Sonntag nämlich zurück. "Kein Kommentar" lautete die Antwort auf Fragen zu den Auswirkungen auf den Bund. Salzburgs Landeschef David Egger, der die nächste Wahl zu schlagen hat und eher dem Doskozil-Lager zugerechnet wird, beklagte hingegen den "Schlingerkurs" der SPÖ in der Asyldebatte, wollte aber keine Personaldiskussion.
Kaiser: Ergebnis, das "sehr schmerzt"
Kaiser meinte am Sonntag sinngemäß, dass er am heutigen Abend andere Sorgen habe - nämlich ein Ergebnis, das "sehr schmerzt". Immerhin sah er angesichts von 15 Prozent Vorsprung auf die FPÖ einen klaren Auftrag für die SPÖ. Kaiser kündigte Gespräche mit allen Parteien "auf Augenhöhe" an. Er werde nichts präjudizieren, ließ er deren Ausgang offen.
Die Volkspartei hielt sich vorerst noch zurück, sah aber die bisherige Regierungsarbeit als Juniorpartner bestätigt. Spitzenkandidat Martin Gruber will weiter in der Landesregierung "Verantwortung tragen". Er schließe niemanden von Gesprächen aus, auch wenn die vergangenen fünf Jahre für Kärnten nicht die schlechtesten gewesen seien, deutete Gruber eine Präferenz für Rot-Schwarz an. Geleistet hat die Landespartei auch etwas für den Bund. Schwarz-Grün hat nämlich wieder die Mehrheit im Bundesrat.
Nehammer: "Sensationelles Ergebnis"
Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) war wohl nicht nur deshalb hoch zufrieden. Angesichts des schwierigen Umfelds sei das Ergebnis seiner Kärntner Parteikollegen "sensationell".
Obwohl es für die FPÖ diesmal nur etwas nach oben ging, war Spitzenkandidat Erwin Angerer "sehr zufrieden" angesichts des "schönen Plus". Er verwies auf die Konkurrenz durch das Team Kärnten, trotz dem der man zulegen habe können. Zu einer möglichen Koalition wollte sich auch Angerer nicht festlegen. Landeshauptmann will er noch immer werden, auch wenn er das Ziel, möglichst nahe an die 30 Prozent heranzukommen, nur bedingt erreichte. Bundesparteichef Herbert Kickl sah den "Steigflug" seiner Partei jedenfalls fortgesetzt.
Jubelstimmung gab es bei Team Kärnten-Frontmann Gerhard Köfer. Er sah die Parteibuchwirtschaft mit dem heutigen Sonntag abgewählt. Koalieren würde er, selbst mit seiner ehemaligen Partei, der SPÖ. Wer Landeshauptmann werde, stehe nicht im Vordergrund.
Grüne verpassten Einzug
Bei den Grünen gelang zum zweiten Mal in Folge der Einzug in den Landtag nicht. Dennoch wollte Klubobfrau Sigrid Maurer keine Niederlage sehen. Die Grünen hätten "das Ziel erreicht, dazuzugewinnen". Vizekanzler Werner Kogler fand es schade, dass es nicht gelungen sei, ausreichend Wähler zu überzeugen. Spitzenkandidatin Olga Voglauer meinte, man habe "tapfer gekämpft". Oft sei es Glück und Zufall, ob eine Ernte gelinge: "Ich bin sicher, die nächste wird eine gute sein."
Seitens der NEOS bilanzierte die als Unterstützerin nach Kärnten gereiste Europa-Abgeordnete Claudia Gamon das Ergebnis für ihre Partei als "sehr enttäuschend und bitter". Beate Meinl-Reisinger äußerte sich als einzige Bundesparteichefin nicht. Spitzenkandidat Janos Juvan befand, das Ergebnis sei "nicht das gewünschte". Er will sich wieder verstärkt der Klagenfurter Stadtpolitik widmen.
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+++ LIVE-Ticker +++
Nun heißt es Abwarten
Die Landtagswahl in Kärnten ist geschlagen. Die Gremien der meisten Parteien tagen erst am Dienstag. Damit verabschieden wir uns vom Wahl-Liveticker. Vielen Dank fürs Mitlesen!
Kaiser-Stellungnahme in der "ZiB2"
Er hätte, sagte Peter Kaiser in der "ZiB2", gehofft, dass er "mit einem respektableren Ergebnis auch zur Beruhigung der SPÖ insgesamt beitragen kann. Das ist mir leider nicht gelungen." Mehrfach beteuerte Kaiser auch in der "ZiB2", dass er als Parteichef die Verantwortung für die Niederlage übernimmt. An Rücktritt denkt er nicht. "Sie können mit einer hohen Wahrscheinlichkeit damit rechnen" war seine Antwort auf die Frage, ob er in einem halben Jahr noch Landesparteivorsitzender sein wird.
Wählerstromanalyse: SPÖ verliert vor allem an Köfer, FPÖ und Nichtwähler
Die SPÖ hat bei der Kärntner Landtagswahl mit 14.000 Stimmen am stärksten an das Lager der Nichtwähler verloren, holte sich aber auch 10.000 Stimmen von jenen, die 2018 nicht gewählt hatten. An das Team Kärnten verlor die SPÖ 10.000 Stimmen und 8.000 an die FPÖ.
Eher kleiner Sprung der FPÖ nach Triumph in NÖ
Nach dem großen Triumph in Niederösterreich vergleichsweise bescheiden fiel das Ergebnis der FPÖ bei der Kärntner Landtagswahl aus. Erklärt wurde dies durch die starke Konkurrenz des Team Kärnten - das mehr als doppelt so viele Stimmen dazugewinnen konnte wie die FPÖ. Da immerhin ein kleines Plus gelang, sieht Bundesparteichef Herbert Kickl seine Partei weiter im "Steigflug". Das klingt angesichts der 1,59 Prozentpunkte Zuwachs (auf 24,55 Prozent) für die ehemalige Landeshauptmannpartei freilich etwas übertrieben. Aber die Zeiten, in denen die FPÖ - nach Auftauchen des Videos von Heinz-Christian Strache 2019 - für die Ibiza-Affäre abgestraft wurde, scheinen definitiv zu Ende zu sein.
Parteigremien tagen überwiegend erst am Dienstag
Den Auftakt unter den Partei-Gremiensitzungen nach der geschlagenen Kärntner Landtagswahl geben am Montag die Grünen. Am späten Nachmittag kommt der Landesvorstand in der Parteizentrale zusammen, anschließend tagt der erweiterte Landesvorstand. Die anderen Parteien kommen erst ab Dienstag zusammen. Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) wird das Wahlergebnis am Montag nur im kleinen Kreis analysieren, der rote Landesparteivorstand setzt sich am Dienstagvormittag zusammen. Ebenfalls am Dienstagvormittag hält die ÖVP eine Sitzung ihres Landesparteivorstands ab. Die FPÖ kommt erst am Mittwochnachmittag zusammen. Das Team Kärnten von Gerhard Köfer hat eine Sitzung des Parteivorstands für Mittwochabend angesetzt. Die NEOS wollten sich mit einem Termin noch Zeit lassen. Das Landesteam werde sich im Laufe der Woche treffen, hieß es.
Auch Kanzler Nehammer bei der ÖVP Wahlparty in Klagenfurt
Nehammer gratuliert allen zum "großen Erfolg".
Im kleinen Klagenfurter Innenstadtlokal "Kosterei" hatte die ÖVP für die Wahlparty reserviert - für 30 Personen. Geworden sind es angesichts des Wahlerfolgs viel, viel mehr, das Lokal platzte aus allen Nähten, Getränke mussten teilweise von der Bar gegenüber serviert werden. Kurz nach 20.00 Uhr traf Spitzenkandidat Martin Gruber ein, er wurde vor dem Lokal von Funktionären, Jubellieder skandierenden Parteianhängern und Journalisten eingekesselt.
Peter Kaiser bei der Wahlparty in der SPÖ-Zentrale eingetroffen
Bei allem Respekt vor dem Wählerwillen stimme dieses Ergebnis doch etwas ratlos, erklärte Kaiser: "Ich übernehme die Verantwortung für diese Niederlage." Dennoch habe man 14,5 Prozentpunkte Vorsprung vor dem Zweiten. Und unter dem Jubel zahlreicher Parteifreunde meinte er: "Wir haben nicht erreicht, was wir wollten, aber wir werden nicht aufgeben."
Endergebnis liegt vor: SPÖ mit Verlusten auf Platz 1
Die SPÖ hat bei der Landtagswahl in Kärnten Platz 1 klar verteidigt, dabei aber einen herben Verlust eingefahren. Laut dem am Abend veröffentlichten vorläufigen Endergebnis kam die Partei auf 38,92 Prozent der Stimmen - ein Minus von 9,02 Prozentpunkten gegenüber 2018. Die FPÖ legte zu und kam mit 24,55 Prozent auf Platz 2 (+1,59). Die ÖVP fuhr überraschend ein Plus ein (+1,58) und kam mit 17,03 Prozent auf Rang 3 - vor dem Team Kärnten mit 10,09 Prozent (+4,42). Am Landtagseinzug gescheitert sind sowohl die Grünen als auch die NEOS. Die Grünen verfehlten die Fünf-Prozent-Hürde nach 2018 neuerlich - mit 3,85 Prozent. Die Öko-Partei war bei der vorangegangenen Wahl mit 3,12 Prozent aus dem Landtag geflogen. Ebenfalls nicht erfolgreich waren die NEOS, die auf 2,59 Prozent kamen. Nur knapp hinter den NEOS zu liegen kam die MFG-Abspaltung "Vision Österreich" (VÖ), die 2,37 Prozent der Stimmen erzielte. Der BZÖ-Nachfolger BFK kam auf 0,42 Prozent, die Liste STARK auf 0,06 Prozent und die KPÖ auf 0,12 Prozent. Das vorläufige Endergebnis der Kärntner Landtagswahl inkl. Briefwahl und sonstigen Wahlkarten: SPÖ: 38,9 % FPÖ: 24,6 % ÖVP: 17,0 % Team Kärnten: 10,1 % Grüne: 3,9 % Neos: 2,6 %
Kanzler Nehammer wird bei der ÖVP Wahlparty erwartet
Die Volkspartei feiert in der Kosterei, das Lokal wurde für 30 Personen reserviert.
Bei den Grünen heißt die Devise Kopf hochhalten.
Alles blau bei der FPÖ-Party im Corso.
Applaus gibt es auch für Gerhard Köfer im "Teatro" in Klagenfurt.
Vorarlbergs SPÖ-Chefin attackiert Doskozil frontal
Die Vorarlberger SPÖ-Chefin Gabriele Sprickler-Falschlunger attackiert nach dem enttäuschenden SPÖ-Wahlergebnis in Kärnten Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil frontal und stellt sich hinter Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner. Es sei ihr "vollkommen unverständlich, wie man so unsolidarisch sein kann und jedes Mal vor einer Wahl eine parteiinterne Diskussion befeuert", griff Sprickler-Falschlunger Doskozil im APA-Gespräch scharf an.
SPÖ und ÖVP punkten bei Frauen und älteren Menschen
Bei der Kärntner Landtagswahl haben SPÖ und ÖVP bei Frauen und Personen über 60 Jahren besonders stark abgeschnitten. Laut einer Wahltagsbefragung von SORA/ISA für den ORF wählten Frauen zu 41 Prozent rot und zu 20 Prozent schwarz. Bei den Älteren kam die SPÖ auf 44, die ÖVP auf 25 Prozent. Die FPÖ war bei jungen Menschen und jenen ohne Matura besonders erfolgreich. Die Sozialdemokratie kam bei Personen ohne Matura auf mehr Stimmanteile (39 Prozent) als bei denen mit Matura (34). Die Volkspartei erreichte bei Frauen 20, bei Männern aber nur 14 Prozent. An der Spitze wurde es bei den Jungen bis 29 Jahre am knappsten. Hier hatte die SPÖ 38, die FPÖ 32, die ÖVP hingegen nur 8 Prozent. Die Freiheitlichen kamen bei Menschen ohne Matura auf 27 Prozent, bei jenen mit Matura auf 20. Für die Wahltagsbefragung interviewten SORA/ISA 1.301 Personen per Telefon oder online. Davon deklarierten sich 1.028 zu wählen. Die Erhebung wurde zwischen 27. Februar und 4. März durchgeführt
SPÖ-Desaster auch in Klagenfurt: Mehr als 10% Minus in Landeshauptstadt
SPÖ 43,16% (-10,4) FPÖ 17,33% (-1,96) ÖVP 13,49% (+2,35) Team Kärnten 11,68% (+6,71) Grüne 6,04% (+0,42) NEOS 4,5 % (+1,75)
Ludwig sieht "klaren Auftrag" für Kaiser
Der Vorsitzende der Wiener SPÖ, Bürgermeister Michael Ludwig, sieht im Wahlergebnis einen "klarer Auftrag für Peter Kaiser und die Sozialdemokratie in Kärnten". Das teilte er der APA schriftlich mit. Er wünschte dem Kärntner Landeschef "alles Gute und viel Erfolg für die bevorstehende Sondierungsgespräche und den anschließenden Regierungsverhandlungen". Er freue sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit.
Koalition aus SPÖ und ÖVP am beliebtesten
In Kärnten wünschen sich die Wählerinnen und Wähler von SPÖ und ÖVP eine Koalition ihrer beiden Parteien. Laut einer Wahltagsbefragung von SORA/ISA für den ORF wollen 54 Prozent der SPÖ-Wähler die ÖVP in der Landesregierung sehen. Umgekehrt sprachen sich sogar 86 Prozent der ÖVP-Wähler für eine Regierungsbeteiligung der Sozialdemokratie aus. Im Vergleich zu anderen Gruppen zeigten sich die Anhänger beider Parteien optimistischer.
Rendi-Wagner "schmerzt" SPÖ-Ergebnis
SPÖ-Bundesparteichefin Pamela Rendi-Wagner hat am Sonntag kein Hehl aus ihrer Enttäuschung über den Ausgang der Kärntner Landtagswahl gemacht: "Es ist ein Ergebnis, das schmerzt", sagte sie bei ihrer Ankunft im Regierungsgebäude in Klagenfurt. Die Verluste erklärt sie sich einerseits damit, dass wegen der Krisen alle regierenden Landesparteien Stimmen verloren hätten. Andererseits schade aber auch die Führungsdiskussion in der Bundes-SPÖ.
Gescheiterte Grüne: Voglauer will nächste Chance in 5 Jahren nutzen
Die gescheiterte Grünen-Spitzenkandidatin Olga Voglauer tröstet sich mit den (leichten) Stimmen-Gewinnen über das Nicht-Erreichen des Kärntner Landtags hinweg. Zudem zeigte sie sich in der Spitzenkandidaten-Runde für die nächste Wahl zuversichtlich. Oft sei es Glück und Zufall, ob eine Ernte gelinge. "Ich bin sicher, die nächste wird eine gute sein." NEOS-Spitzenkandidat Janos Juvan zeigte sich ebenfalls naturgemäß enttäuscht. Das Ergebnis sei "nicht das gewünschte". Er will sich jetzt verstärkt auf seine politische Arbeit in Klagenfurt konzentrieren.
Kickl über Grün-Debakel: "Absage an Klima-Kommunismus"
Zufrieden ist FPÖ-Chef Herbert Kickl. Er sprach vom "besten Ergebnis in der Geschichte der FPÖ Kärnten in der Zeit nach Jörg Haider". Nach Tirol und Niederösterreich seien die Freiheitlichen auch in Kärnten im Steigflug. Das heutige Minus für die SPÖ sei eine kräftige "Wählerwatsch ́n" für das Verhalten von Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) während der Pandemie, interpretierte Kickl in einer Aussendung. Das Scheitern der Grünen interpretierte er als "klare Kärntner Absage an Klima-Kommunismus und linke Gesellschaft-Utopien".
Fix: SPÖ verpasst 40-Prozent-Marke
Nun ist es fix: Laut aktuellem Stand der Hochrechnung geht sich der Sprung über 40 Prozent für die SPÖ rechnerisch nicht mehr aus.
Kaiser: "Übernehme volle Konsequenz"
Den Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) schmerzt das Ergebnis seiner SPÖ bei der heutigen Landtagswahl "sehr". Er übernehme die "volle Konsequenz" dafür, erklärte er in der Spitzenkandidaten-Runde des ORF. Dabei blieb er auch bei Fragen nach Gegenwind aus Wien durch die Obfrau-Debatte. Kaiser will jetzt die anderen Landtagsparteien zu Sondierungen einladen.
Gruber: "Standhaftigkeit wurde goutiert"
„Wir wurden vor der Wahl einstellig gesehen, mit dem Ergebnis haben wir Experten und Meinungsforscher widerlegt“, zieht ÖVP-Spitzenkandidat Martin Gruber zufrieden Resumee.
Gruber schließt Koalition mit FPÖ und Team Kärnten nicht aus
ÖVP-Spitzenkandidat kann sich eine Zusammenarbeit sowohl mit den Freiheitlichen als auch mit dem Team Kärnten vorstellen. Kommt nun ein schwarzer Landeshauptmann in Kärnten?
Nehammer kommt zur Wahlparty
Überraschung: Kanzler Karl Nehammer reist angesichts des überraschend guten Ergebnisses bei der Landtagswahl spontan zur Wahlparty der ÖVP nach Kärnten an. Der Spitzenkandidat der Volkspartei, Martin Gruber, kommt entgegen anderslautender Umfragen im Vorfeld der Wahl laut SORA-Hochrechnung von 17.30 Uhr auf 17,4 Prozent, ein Plus von 1,85.
SORA/ORF-Hochrechnung: Grüne scheitern am Einzug
Die Grünen sind bei der Landtagswahl in Kärnten vom Sonntag am Einzug in den Landtag gescheitert. Das geht aus einer aktualisierten Hochrechnung von SORA für den ORF (17.15 Uhr) hervor. Mit 3,6 Prozent verfehlt die Partei die Fünf-Prozent-Hürde deutlich. Für die SPÖ zeichnet auch diese Hochrechnung starke Verluste von knapp neun Prozentpunkten. Sie kommt auf 39,3 Prozent, bleibt aber dennoch klar auf Platz eins.
Grüne: Voglauer schweigt, Kogler beschwichtigt
Grünen-Spitzenkandidatin Olga Voglauer ist mit Parteichef und Vizekanzler Werner Kogler ins Wahlzentrum in der Kärntner Landesregierung gekommen. Während Voglauer vorerst nichts sagen wollte, meinte Kogler: "Jetzt werden wir mal schauen, wie es ausgeht." Nach dem Zittern um den Einzug gefragt, erklärte er: "Wir sind es gewohnt, aber wir haben auch bewiesen, dass wir uns zurückkämpfen können."
Nur 2,4 Prozent für die NEOS: Juvan will noch abwarten
NEOS-Spitzenkandidat Janos Juvan wollte sich nach dem für ihn wenig zufriedenstellenden Ergebnis aus den Trendrechnungen vorerst noch nicht zur Zukunft der Partei äußern. "Es bleibt abzuwarten, wie das finale Ergebnis aussieht", erst dann könne er eine Erklärung für das Ergebnis abgeben. Aktuell sehe es mit einem Ergebnis von 2,4 Prozent auch für ihn nicht nach einem Einzug in den Landtag aus.
Köfer: "Freunderlwirtschaft wurde abgewählt"
Team Kärnten-Spitzenkandidat Gerhard Köfer hat sich in einer ersten Reaktion "sehr zufrieden" mit dem Wahlergebnis gezeigt: "Freunderlwirtschaft wurde abgewählt", meinte er in Bezug auf das Ergebnis der SPÖ. Und: "Es ist ein schöner Tag für das Team Kärnten."
ÖVP-Klubobmann Malle: "extrem erfreuliches Ergebnis"
Kärntens ÖVP-Klubobmann Markus Malle hat angesichts der ersten Trendrechnung von einem "extrem erfreulichen Ergebnis" gesprochen. "Die Umfragen haben uns einstellig gesehen. Die Menschen in Kärnten haben halt doch mitbekommen, dass es eine Landtagswahl war und nicht eine Nationalratswahl." Und sie hätten "Groll und Unmut nicht auf uns abgeladen".
Zweckoptimismus bei den NEOS
Keinen Jubel hat es am Nachmittag in der Parteizentrale der NEOS in der Klagenfurter Domgasse gegeben. Laut ersten Trends verfehlt die Partei den Landtagseinzug klar und kommt auf ein ähnliches Ergebnis wie bei der letzten Wahl 2018. Die stellvertretende Bundesgeschäftsführerin, Kristina Janjic, sagte in einer ersten Stellungnahme, sie wolle aber noch die Auszählung der Städte abwarten.
Gemischte Gefühle bei Grünen nach erster Hochrechnung
Die Kärntner Grünen wollten die Hoffnung auf einen Einzug in den Landtag trotz der ersten Trends, die die Grünen nur bei rund 4 Prozent sehen, nicht aufgeben. "Die ersten Zahlen machen Hoffnung, ich glaube, es ist heute noch alles drinnen", gab sich der Listenzweite Christoph Gräfling zuversichtlich. Es sei trotzdem der richtige Weg gewesen, dass man im Wahlkampf voll auf das Thema Klimaschutz gesetzt habe.
Bundesregierung holt Mehrheit im Bundesrat zurück
Laut erster Trendrechnung dürfte die Bundesregierung die Mehrheit im Bundesrat - die sie nach der Landtagswahl in Niederösterreich verloren hatte - zurückgewonnen haben. Die ÖVP dürfte ein Mandat der SPÖ gewinnen, und damit 25 der 61 Mandate stellen. Die SPÖ werde 18 Bundesräte stellen. Bei FPÖ (elf), Grünen (sechs) und NEOS (eines) führt die Wahl in Kärnten zu keiner Veränderung. Aus Kärnten sitzen somit künftig zwei SPÖ-Mitglieder und je eines der FPÖ und ÖVP im Bundesrat.
Die erste Hochrechung von SORA/ORF ist da
SPÖ 39,0 FPÖ 24,8 ÖVP 17,8 Team Kärnten 9,4 Grüne 4,0 NEOS 2,3
Erste Hochrechnung: Sitze im Landtag 2023
So würde sich das derzeitige Ergebnis auf die Sitzverteilung im Landtag auswirken:
Beim Team Kärnten ist die Stimmung gut
Das Team Kärnten legte laut ersten Hochrechnungen stark zu auf 9,6%.
Betretenes Schweigen bei der SPÖ
Betretenes Schweigen hat nach Eintreffen des ersten Trends in der SPÖ-Zentrale in Klagenfurt geherrscht. Das Ergebnis liegt klar unter den angepeilten mindestens 40 Prozent. Landesgeschäftsführer Andreas Sucher erklärte in einer ersten Reaktion, er wolle erst die weitere Auszählung abwarten. "Unser Wahlziel ist angesichts der Schwankungsbreite noch möglich", sagte Sucher.
Er setzt seine Hoffnung vor allem auf die Städte, die jetzt erst ausgezählt werden. Aber: "Wir haben jedenfalls Platz eins geholt. Also den Auftrag, erneut eine Regierung zu bilden." Er wies auch schon die Richtung, in die eine mögliche Koalition gehen könnte: SPÖ und ÖVP zusammen hätten - gesamt gesehen - nur zwei Mandate verloren.
Mit derzeitigem Ergebnis wäre Koalition gegen die SPÖ mit FPÖ, ÖVP und Team Kärnten möglich.
Die SPÖ verliert unerwartet deutlich, während die ÖVP gegen alle Prognosen zulegen dürfte. Für FPÖ und Team Kärnten gibt es Zugewinne, während Grüne und NEOS am Landtagseinzug scheitern dürften. Sowohl bei den Trends von SORA für den ORF als auch bei der ersten Hochrechnung der ARGE Wahlen für Puls fällt die Landeshauptmann-Partei auf etwas unter 40 Prozent und das von einem Stand von knapp 48 Prozent aus. Leichte Zugewinne auf 23 bis 24 Prozent erwarten die Freiheitlichen. Die ÖVP dürfte gut zwei Punkte auf über 18 Prozent zulegen. Auf rund um zehn Prozent verdoppelt sich Gerhard Köfers Team Kärnten. Die Grünen dürften recht knapp an der Fünf-prozent-Hürde scheitern, die NEOS deutlich. Mit diesem Ergebnis wäre wohl auch eine Koalition gegen die SPÖ mit FPÖ, ÖVP und Team Kärnten möglich.
Wahltagsbefragung: Mehrheit blickt pessimistisch in die Zukunft
Die Kärntnerinnen und Kärntner haben laut einer Wahltagsbefragung von SORA/ISA für den ORF bescheidene Erwartungen für die Zukunft. Mit 52 Prozent glauben mehr als die Hälfte, dass das Leben für die junge Generation einmal schlechter sein wird. Vor der letzten Wahl 2018 waren die Befragten noch deutlich weniger pessimistisch. 33 Prozent erwarteten damals eine schlechtere Zukunft. Thematisch war im Wahlkampf vor allem die Teuerung präsent.
Angerer "sehr zufrieden" mit leichtem FPÖ-Zugewinn
Der freiheitliche Spitzenkandidat für die Kärntner Landtagswahl, Erwin Angerer, ist angesichts der leichten Gewinne für seine Partei bei der Landtagswahl "sehr zufrieden" - auch wenn diese mehr sein hätten können. Die FPÖ habe es in den vergangenen Jahren - Stichwort Ibiza - nicht leicht gehabt. Auch mit dem Team Kärnten unter Gerhard Köfer habe man starke Konkurrenz gehabt. Zu einer möglichen Koalition wollte sich Angerer nicht festlegen. Überrascht zeigte sich Angerer sowohl über die starken Verluste der SPÖ, als auch die Gewinne für die ÖVP, die ein starkes Ergebnis für die Türkisen bedeuteten. Nun sollte sich Landeshauptmann Peter Kaiser mit den anderen Parteien zusammensetzen, um über die Zukunft des Landes zu beraten.
Grüne und NEOS müssen noch immer um Einzug zittern
Noch offen ist der Einzug für NEOS und Grüne. Die Pinken waren auch 2018 bei ihrem ersten Antritt mit 2,14 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert, die Grünen flogen damals mit 3,12 Prozent aus dem Landtag.
Trend-Rechnung des ORF sieht SPÖ bei nur 38,6%
Laut Trend-Rechnung des ORF rutscht die SPÖ sogar auf 38,6% ab. Die FPÖ erreicht 24%, die ÖVP 18,7%.
Die erste Trend-Prognose ist da:
Zum Vergleich: Das Ergebnis der Landtagswahl 2018:
14 Wahlen gewann die SPÖ, drei die Freiheitlichen
Bei der heutigen Landtagswahl in Kärnten wählt jenes Bundesland, in dem es seit 1945 insgesamt drei verschiedene Parteien auf Platz 1 geschafft haben. Zwar dominierte weitgehend die SPÖ, aber drei der 17 Wahlen der Zweiten Republik gewannen die Freiheitlichen bzw. das BZÖ. Und die Landeshauptleute waren nicht nur rot oder blau/orange, sondern einmal auch schwarz. 2013 holte sich die SPÖ wieder Platz 1 samt Landeshauptmannsessel zurück und verteidigte diesen 2018 fulminant.
Die Spannung steigt: In einer halben Stunde gibt es die ersten Trend-Prognosen.
Bei der SPÖ stellt sich die Frage, ob sie die 40%-Marke halten kann. Seit genau zehn Jahren ist Peter Kaiser Landeshauptmann von Kärnten. 2013 unter anderem wegen erdrutschartiger Verluste der Freiheitlichen an die Macht gekommen, gelang ihm und der SPÖ fünf Jahre später der Ausbau dieser: Fast 48 Prozent bedeuteten bei der letzten Landtagswahl 18 von 36 Mandaten im Kärntner Landtag.
Ergebnis der NÖ-Wahl weckte FPÖ-Hoffnungen
Das Ergebnis der Ende Jänner stattgefundenen Landtagswahlen in Niederösterreich hat vor allem bei den Kärntner Freiheitlichen für Jubel gesorgt. Immerhin will man auch bei der heutigen Landtagswahl in Kärnten auf der bundesweiten, freiheitlichen Erfolgswelle surfen. FPÖ-Kärnten-Chef und Spitzenkandidat Erwin Angerer kommentierte das Ergebnis mit breiter Brust, sprach auch davon, dass auch in Kärnten ein Ergebnis möglich sei, "mit dem viele nicht rechnen". Angerer stellte den Anspruch auf den Landeshauptmann. Ähnlich wie für die ÖVP als Landeshauptmannpartei in Niederösterreich versucht die SPÖ in Kärnten die prognostizierten Verluste in Grenzen zu halten. Und für die ÖVP gilt es, sich auf niedrigem Niveau mindestens zu stabilisieren.
Zwei Stunden bis Wahlschluss
In zwei Stunden schließen auch die letzten Wahllokale in Kärnten. Die ersten Trend-Prognosen finden Sie pünktlich um 16 Uhr hier im Live-Ticker.
Auch NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger macht für "ihren" Kandidaten Stimmung
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Ludwig wirbt für Kaiser
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Erste Wahllokale bereits seit 12 Uhr geschlossen
Es ist nach 12 Uhr und damit haben die ersten Kärntner Wahllokale bereits wieder geschlossen. Dazu gehören etwa die Gemeinden Gitschtal, Ossiach und Deutsch-Griffen. Wahlschluss im ganzen Land ist dann um 16 Uhr.
Auch Kärntens LH Kaiser hat nun seine Stimme abgegeben
An der Universität Klagenfurt hat Landeshauptmann Peter Kaiser seine Stimme abgegeben. Er kam gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Ulrike Wehr. Er freut sich, dass es hier so einen großen Andrang gibt. Das sei gut für die Demokratie, so Kaiser. Nach dem Wahlgang gehe er essen und mache vielleicht noch einen Spaziergang, bevor er dann um 16 Uhr die Hand seiner Uli halten und auf die Balken der Hochrechnung schauen werde, sagte der Landeshauptmann.
Köfer träumt von zehn Prozent
Als Bürgermeister von Spittal an der Drau hat Team-Kärnten-Spitzenkandidat Gerhard Köfer seine Stimme in der Bezirkshauptstadt abgegeben. "Wie es letztlich ausgeht, wissen wir ab 16 Uhr", beantwortete er die Frage nach einer Prognose des Wahlausganges. Zehn Prozent sei das Ziel und "wäre ein Traum", so Köfer. Er erwarte sich, dass diese Wahl etwas ändert und sich danach die Machtverhältnisse in Kärnten verschieben. Selbst den Landeshauptmann zu stellen hält er für "nicht unrealistisch" und verwies einmal mehr auf Christoph Zernatto, dem es 1994 gelungen war, mit der drittstärksten Fraktion Landeschef zu werden.
Voglauer melkte Kühe vor Stimmabgabe
Im zweisprachigen Ludmannsdorf wählt die Grüne-Spitzenkandidatin Olga Voglauer. "Ich habe heute früh die Kühe gemelkt. Das ist entspannend und man bleibt am Boden", berichtete sie nach ihrer Stimmabgabe. Voglauer betreibt einen Biohof in Ludmannsdorf.
Österreichs Süden als schwieriger Boden für die ÖVP
2018 hätten die Voraussetzungen für die ÖVP in Kärnten nicht viel besser sein können. Wenige Monate zuvor hatte die Erfolgswelle von Sebastian Kurz in der Nationalratswahl einen ersten Höhepunkt gefunden, in Kärnten blickte man auf fünf Jahre Koalitionsarbeit zurück. Geworden sind es dann aber nur 15,5 Prozent, was 1,1 Prozentpunkte und einen Landtagsabgeordneten mehr als 2013 bedeuteten. Trotz aller Widrigkeiten will die Volkspartei diesmal aber wirklich zulegen.
NEOS-Kandidat Janos Juvan "zuversichtlich"
Neos-Spitzenkandidat Juvan sagte gegen zehn Uhr bei seiner Stimmabgabe im Klagenfurter Gemeindezentrum "Festung": "Wir werden das schaffen. Ich bin zuversichtlich." Er habe vor, den Tag und das herrliche Wetter zu genießen, in den Wald zu gehen und den Kopf frei zu bekommen. Die Neos hätten von Umfrage zu Umfrage zugelegt, am Ende werde es für den Einzug reichen, war er sich sicher. "Die Sensation bahnt sich an." Am Abend werde es dann Anlass für "ein gutes Glas Rum" geben, er wolle mit dem Wahlkampfteam, das viel geleistet habe, feiern "egal welche Zahl" herauskomme.
Acht Parteien treten kärntenweit zur Landtagswahl an
Bei der heutigen Landtagswahl stehen acht Parteien kärntenweit auf dem Stimmzettel. SPÖ, FPÖ, ÖVP und Team Kärnten sind als aktuelle Landtagsparteien Fixstarter, Grüne, NEOS, Vision Österreich und BFK haben genug Unterstützungserklärungen gesammelt, um landesweit anzutreten. Wie die Landeswahlbehörde mitteilte, gibt es noch zwei weitere Listen, die nur begrenzt antreten: Die Liste Stark in den Wahlkreisen 1 und 2 sowie die KPÖ im Wahlkreis 3.
Grüne kämpfen um Wiedereinzug ins Landesparlament
Die Grünen versuchen am 5. März wieder in den Kärntner Landtag zurückzukehren. 2018 scheiterten sie nach internen Streitigkeiten deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde, erreichten nur 3,12 Prozent bzw. 9.188 Stimmen. Sie verloren ihre Sitze im Landtag und flogen auch aus der Landesregierung. Die Partei musste sich neu aufstellen und die stattlichen Büroräumlichkeiten aufgeben. Nun könnte ihnen die politische Großwetterlage mit der Klimakrise wieder Rückenwind verleihen.
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Umfrage zeigt: ÖVP mit herben Verlusten, FPÖ gewinnt dazu
Für die SPÖ geht es heute darum, die 40%-Marke zu halten, was Kaiser laut Umfragen auch gelingen könnte. Als großer Wahl-Verlierer wird wohl wieder einmal die ÖVP hervorgehen – hier wird ein Verlust von bis zu 5,5% erwartet.
FPÖ- Spitzenkandidat Erwin Angerer gab Stimme ab
Angerer hat seine Stimme in Mühldorf abgegeben. "Es kann auch sein, dass nicht die stimmenstärkste Partei den Landeshauptmann wählt", zeigt sich der FPÖ-Mann zuversichtlich. Er schließe keine Koalitionsmöglichkeiten aus, so Angerer.
"Kaiserwetter" in Kärnten
Die Wahllokale in Kärnten füllen sich langsam. Der Nebel verzieht sich langsam, es verspricht ein sonniger Tag in Kärnten zu werden.
LH Kaiser geht vor seiner Stimmabgabe eine Runde joggen
oe24.TV hat Kärntens Landeshauptmann bei seiner Laufrunde um den Wörthersee begleitet.
Für Kaiser geht es um die dritte Amtszeit. Er dürfte laut Umfragen zumindest geringe Verluste einfahren. Kaiser gibt sich im Interview jedenfalls zuversichtlich.
428.929 Wahlberechtigte dürfen mitbestimmen
428.929 Kärntnerinnen und Kärntner dürfen mitbestimmen, wer in den kommenden fünf Jahren im Landtag sitzen wird. Größter Wahlkreis ist der Wahlkreis Klagenfurt (1) mit 119.968 Wahlberechtigten, gefolgt vom Wahlkreis Ost (2) mit 117.583. Im Wahlkreis West (4) sind es 96.902 Wahlberechtigte und im Wahlkreis Villach (3) gibt es 94.476. Bei der Landtagswahl 2018 gab es noch mehr Wahlberechtigte in Kärnten, es waren exakt 434.121.
Erste Trend-Prognosen ab 16 Uhr
Die ersten Wahllokale haben um 7 Uhr geöffnet, geschlossen werden die letzten um 16.00 Uhr. Kurz danach sind die ersten Trend- bzw. Hochrechnungen zu erwarten. Derzeit regiert die SPÖ unter Landeshauptmann Peter Kaiser gemeinsam mit der ÖVP im südlichsten Bundesland. Für Kaiser geht es dabei um die dritte Amtszeit. Er dürfte laut Umfragen zumindest geringe Verluste einfahren. Auf den Wiedereinzug in den Landtag hoffen die Grünen.
Keine großen Wählerbewegungen in Sicht
Bei der heutigen Landtagswahl ist weder ein Umbruch noch sind große Rekorde zu erwarten. Selbst wenn die SPÖ nach zwei Rekord-Zuwächsen jetzt Einbußen erleiden dürfte, wird sie Platz 1 halten. Denn die FPÖ müsste sich verdoppeln, um ihn zurückzuholen. Gut möglich ist, dass die ÖVP ins historische Tief fällt und erstmals in Kärnten nur noch Vierte wird - hinter dem Team Kärnten, das gute Aussichten auf einen neuen Höchststand hat.
Willkommen im oe24-Liveticker
Seit 7 Uhr haben in Kärnten die ersten Wahllokale geöffnet. Alle Details zur Wahl finden Sie hier im Live-Ticker.
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