Wegen Facebook-Post
Miese Abzocke: Strache klagt Mindestpensionistinnen
Im Wahlkampf für die Wien-Wahl warb der frühere FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache noch mit Slogans wie "Ein Mensch mit Herz und Verstand". In den Gerichtssälen dieses Landes dürften das aber wohl nicht alle so sehen.
Denn der über Ibiza gestolperte Politiker klagt regelmäßig Personen, die beispielsweise einen Online-Artikel teilen. Im April dieses Jahres musste sich etwa eine 73-jährige Mindestpensionistin verantworten, da sie einen oe24-Artikel über Straches Eheprobleme teilte.
Ein Vergleichsangebot von Straches Anwalt - 4.000 Euro und die Sache sei erledigt - konnte sie sich nicht leisten. "I hob des Geld ned", wurde sie vom "Standard" zitiert. Am Ende wurde sie zu 40 Tagessätzen à vier Euro verurteilt. Für Strache gab es zudem eine Entschädigung in Höhe von 500 Euro.
Erneut Mindestpensionistin vor Gericht
Jetzt sorgen neue Fälle für neue Aufregung. Denn am Dienstag standen drei Pensionistinnen in Graz vor Gericht. Darunter erneut eine Mindestpensionistin. Die 69-Jährige zeigte sich einsichtig, wie die "Krone" berichtet. Straches Anwalt erklärte, dass sein Mandant "sehr entgegenkommend" sei. Am Ende einigte man sich auf einen Vergleich: 1.000 Euro Entschädigung für Strache und dazu noch die rund 2.300 Euro Anwaltskosten.
Neben der Mindestpensionistin stand auch eine 45-jährige Invaliditätspensionistin vor Gericht. Auch sie teilte einen Artikel. Auch sie stimmte schlussendlich einem Vergleich zu: 19 Raten à 200 Euro.
Die letzte Pensionistin, die am Dienstag wegen Strache vor Gericht stand, akzeptierte letztendlich einen Vergleich in Höhe von 2.200 Euro. Die 65-Jährige war aber sichtlich unzufrieden: "Er wird hoffentlich glücklich mit meinem Geld..."
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden