Belarus-Grenze
Van der Bellen warnt vor "hybriden Angriffen"
Für den Lokalaugenschein war er mit dem litauischen Innenminister Vladislav Kondratovic und Grenzschutzexperten unterwegs und erhielt vor Ort ein Briefing zu aktuellen Herausforderungen. Der Schutz der Grenze zu Belarus sei "im Interesse von uns allen", teilte die Präsidentschaftskanzlei mit.
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Grenzschutz "sehr wichtig - und im Interesse von uns allen"
Das baltische Land sei aufgrund seiner Geografie besonders exponiert, hieß es in der Mitteilung weiter. "Litauen grenzt an Russland und Belarus und ist dadurch unmittelbar hybriden Angriffen aus dem Osten ausgesetzt, etwa der gezielten Instrumentalisierung schutzbedürftiger Migrantinnen und Migranten. Hier vor Ort ist spürbar: Der Schutz der Grenze zu Belarus ist für Litauens Sicherheit sehr wichtig - und im Interesse von uns allen", so der Bundespräsident.
Neben einem Briefing zu aktuellen Herausforderungen an der EU-Außengrenze besichtigte Van der Bellen das dortige Überwachungszentrum. Im Anschluss fand ein Helikopterflug über das Grenzgebiet zu Belarus statt. Heute ist er beim "Arraiolos-Treffen" der nicht-exekutiven Staatsoberhäupter der EU-Staaten in der estnischen Hauptstadt Tallinn dabei.
Litauen hat eine rund 679 Kilometer lange Grenze zu Belarus, die Teil der EU-Außengrenze ist. Die Hauptstadt Vilnius liegt nur etwa 30 Kilometer von der Grenze entfernt. Litauen grenzt neben Belarus, Lettland, Polen im Südwesten an die russische Exklave Kaliningrad. Estland, Lettland und Litauen warnen seit langem ihre NATO-Verbündeten vor einer russischen Aggression. Sie verweisen dabei auf russische Cyberangriffe, Desinformationskampagnen und das Eindringen russischer Kampfflugzeuge und Drohnen in den Luftraum mehrerer EU und NATO-Staaten in den vergangenen Monaten.
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