Schwere Unwetter
Italien-Schock: Weltberühmter "Liebesbogen" an der Adria eingestürzt
Der imposante Felsbogen der Faraglioni di Sant'Andrea in Melendugno, auch bekannt als "Liebesbogen", ist vollständig ins Meer zerbröselt. Die Felsformation - eine Art Felssporn im Wasser, der über eine natürliche Brücke mit der hohen Steilküste verbunden war - brach am Wochenende zusammen.
Der Einsturz soll durch die heftigen Stürme und starken Regenfälle der vergangenen Tage verursacht worden sein, zuletzt durch ein Unwetter am Samstag. Es handelt sich um den bisher schwersten Schaden, den die Küstenerosion der Landschaft des Salento zugefügt hat. Dass der Bogen ausgerechnet am Samstag, am Valentinstag, eingestürzt ist, wurde von Nutzern in sozialen Netzwerken als schlechtes Omen interpretiert.
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Kalksteinbogen erhob sich malerisch über türkisfarbene Wasser der Adriaküste
Geformt durch Jahrtausende der Erosion von Wind und Meer, erhob sich der Kalksteinbogen malerisch über das türkisfarbene Wasser der Adriaküste. Der Name "Liebesbogen" wurde von romantischen Legenden inspiriert: Paare sollten hier Glück in der Liebe finden, wenn sie gemeinsam unter dem Bogen hindurchschritten. Umgeben von steilen Felsen und klaren Buchten war der Liebesbogen ein beliebtes Fotomotiv und ein bekannter Aussichtspunkt, der Besucher aus aller Welt anzog.
"Für uns ist dieser Einsturz ein schmerzlicher Schlag ins Herz. Einer der bekanntesten touristischen Anziehungspunkte unserer Küste und ganz Italiens verschwindet", erklärte der Bürgermeister von Melendugno, Maurizio Cisternino. Die ganze Region wurde am Wochenende von starken Regenfällen heimgesucht, begleitet von Blitzen und starkem Wind.
Der berühmte Naturbogen ist jedoch nicht das einzige Opfer des Unwetters, das Süditalien erfasst hat. Besonders betroffen waren Sizilien, Sardinien und Kalabrien. In Kalabrien wurden am Wochenende 500 Menschen evakuiert, nachdem der Fluss Crati im Gemeindegebiet Cassano allo Ionio über die Ufer trat. Wassermassen drangen in zahlreiche Wohnhäuser und umliegende Gebiete ein, verursachten Stromausfälle und erhebliche Verkehrsprobleme. Die Feuerwehr war wegen Erdrutschen und Überflutungen im Dauereinsatz.
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